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30.10.2019
Zürich West

Auch das Stadtklima profitiert


Das Siegerprojekt «Villy». Visualisierung: ARGE StudioBoA & Amadeo Linke, Zürich

Die Baugenossenschaft Sonnengarten plant, einen grossen Teil ihrer Siedlungen im «Stadtstück Triemli» zu ersetzen. Nun steht das Siegerprojekt fest. 

Im Zuge der Erneuerungsstrategie «Stadtstück Triemli» hat die Baugenossenschaft Sonnengarten (BGS) einen etappierten Ersatz ihrer Siedlungen «Goldacker 1 und 3» (Baufelder 1A–C) und «Wydäcker 1–3» beschlossen. Die Reihenhäuser der Siedlung «Goldacker 2» aus dem Jahre 1948 mit 54 Wohnungen sollen langfristig erhalten bleiben. Das Amt für Hochbauten hat im Auftrag der BGS einen anonymen zweistufigen Projektwettbewerb durchgeführt. In der zweiten Stufe hatten die zehn Teams Projekte für Ersatzneubauten auf dem Baufeld 1A vertieft auszuarbeiten. Gewonnen hat die Zürcher Arbeitsgemeinschaft StudioBoA GmbH & Amadeo Linke mit Gersbach Landschaftsarchitektur.

Siedlungsgeschichte wird fortgeschrieben

Das Siegerprojekt «Villy» überzeugte mit seinen identitätsstiftenden vier- bis fünfstöckigen Einzelhäusern, die je nach Standort leicht unterschiedliche Formen aufweisen und über Verbindungsebenen Räume für Begegnung der Bewohnenden schaffen. Die Wohnbauten fügen sich besonders gut in die Umgebung ein, vermitteln zwischen Alt und Neu und entwickeln im Quartier bestehende Gebäudetypen geschickt weiter, loben die Stadt und die BGS in ihrer gemeinsamen Medienmitteilung. Die Einzelhäuser sind in leicht variierende Dreiergruppen zusammengefasst, was für abwechslungsreiche Qualitäten in den durchfliessenden Grünräumen sorge. Damit bleibe eine wesentliche Qualität für das im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgelistete Gebiet Goldacker erhalten. Gleichzeitig komme diese Siedlungsstruktur auch dem Stadtklima zugute – sie sei durchlässig genug, um in den heissen Sommermonaten kühlende Luftströme vom Uetliberg herab zu ermöglichen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die rund 134 neuen Wohnungen erlauben fast alle einen Rundumblick in die Umgebung. Dank der effizienten Grundrisse mit wenig Erschliessungsfläche erzeugen sie Grosszügigkeit und bieten durch die gute Belichtung eine hohe Wohnqualität. Der Doppelkindergarten sowie verschiedene Gemeinschaftsräume und die Tagesfamilienbetreuung sind im Erdgeschoss an den gemeinsamen Innenhöfen angeordnet. Peter Seidler, Präsident der Baugenossenschaft Sonnengarten, ist zufrieden: «Ich freue mich sehr über die überzeugende planerische Übersetzung unserer gemeinsam erarbeiteten Erneuerungsstrategiegrundsätze zum künftigen Leben, Wohnen und Arbeiten im Stadtstück Triemli.» Die Zielerstellungskosten für die Neubauten auf dem Baufeld 1A werden auf rund 53 Millionen Franken geschätzt.

Die Entwicklungsstrategie der BGS sieht für die Baufelder 1A–C und Kellerweg eine Etappierung in vier Schritten vor. Der Baubeginn für das Baufeld 1A ist im Winter 2021/22 geplant. Der Zeitpunkt für den Ersatz der Liegenschaft Kellerweg 2 ist zurzeit noch offen. (zw.)

Sämtliche Wettbewerbsprojekte sind bis 4. November im Ausstellungsraum Hallenbad Oerlikon zu sehen.



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