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04.12.2019 Von: Lorenz Steinmann, Pascal Wiederkehr

Zürich 2, Züriberg

Nutzungsgebühr sorgt weiter für Zoff


Die geplante Seilbahnstation in Riesbach. Visualisierung: ZKB

Weiteres Ungemach für die ZKB-Seilbahn: Nach einem Bericht dieser Zeitung zur Nutzungsgebühr muss der Bezirksrat jetzt eine Aufsichtsbeschwerde prüfen.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) plant für ihr 150-Jahr-Jubiläum 2020 eine temporäre Seilbahn von Riesbach nach Wollishofen über den Zürichsee. Sie soll 75 Millionen Franken kosten und durch Billetteinnahmen refinanziert werden. Wie jedes Angebot, das öffentlichen Grund und Boden nutzt, muss auch die ZKB eine monatliche Nutzungsgebühr entrichten. Doch diese ist eher günstig, wie ein Artikel in dieser Zeitung kürzlich publik machte: Lediglich 1965 Franken pro Monat soll die Bank für die Nutzung des städtischen öffentlichen Raums bezahlen.

Städtische Schätzungskommission
Ein Affront für viele Kleingewerbler. So zahlt etwa der mobile Stand «Gelati am See» laut eigenen Angaben 500 Franken Monatsgebühr für eine Nutzfläche von 3 Quadratmetern. Dies, obwohl er eine 2000-mal kleinere Fläche als die ZKB-Seilbahn beansprucht. Festgelegt hat die Nutzungsgebühr für die Seilbahn die städtische Schätzungskommission. Nun kommt Bewegung in die Sache: Aufgrund des Lokalinfo-Berichts hat die Privatperson Peter-Wolfgang von Matt eine Aufsichtsbeschwerde beim Bezirksrat Zürich eingereicht. Sie liegt der Redaktion vor.

«Massiv unterbewertet»
«Der Landwert wird – offensichtlich bewusst – massiv unterbewertet, um die Jahresgebühr tief zu halten», schreibt von Matt. Er kritisiert das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, welches die Sondernutzungsbewilligung ausgestellt hat. Von Matt fordert die Aufhebung der Bewilligung. Der Bezirksrat bestätigt den Eingang der Aufsichtsbeschwerde. Er wird diese nun prüfen. Präsident des Zürcher Bezirksrates ist Mathis Kläntschi. Dieser sorgte 2018 für Schlagzeilen, weil er die Stadt in Sachen Kochareal scharf gerügt hatte.

Der Rekurrent Peter-Wolfgang von Matt erreichte Bekanntheit mit der sogenannten Besonnungsinitiative. Sie will grosse, Schatten werfende Bauprojekte am Seeufer verbieten – und wendet sich damit frontal gegen die ZKB-Seilbahn. Abgestimmt wird nicht vor 2021.



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