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08.01.2020 Von: Yannick Schenkel

Züriberg

Viel ist neu beim diesjährigen Riesbachfest


Die Riesbächler mussten 2019 auf ihr Quartierfest verzichten. Nun soll ein Generationenwechsel in der Organisation dafür sorgen, dass das Riesbachfest in neuem Glanz erstrahlt.

Schon beinahe 30 Jahre findet das Riesbachfest statt. Doch im vergangenen Jahr mussten die Riesbächler ohne ihr Quartierfest auskommen. Die Organisatoren wollten die Pause nutzen, um dem Fest einen neuen Anstrich zu verpassen. Teil der Umgestaltung ist, dass Leo Bauer das Präsidium für die Organisation übernimmt. «Es war die Zeit gekommen, dass junge Leute übernehmen und frischen Wind einbringen», findet der 23-Jährige. Er stellt klar, dass das Riesbachfest bisher nicht schlecht gewesen sei und er immer gerne das Fest besuchte. «Jedoch hat sich selten etwas gross verändert.» Deshalb stellte sich Bauer für die Organisation des Riesbachfestes zur Verfügung. Mit dem Generationenwechsel ist die Zeit für Änderungen gekommen. Die neuen Organisatoren überdachten in der Kreativpause das Konzept, brachten neue Ideen ein, hielten aber auch an Altbewährtem fest.

Vielfältiger, aber nicht grösser
Neu soll das Riesbachfest dem Publikum ein vielfältigeres kulturelles Programm bieten. Konkrete Ideen wären laut Bauer zum Beispiel Musik- und Theateraufführungen. «Es soll nicht einfach eine Band vier Stunden lang Covers herunterspielen», findet Bauer. Stattdessen werden auf mehreren, kleineren Bühnen verteilt verschiedene kulturelle Darbietungen stattfinden. So ist unter anderem eine Theater- und eine Kleinkunstbühne geplant. Insgesamt soll es neben der Hauptbühne vier Nebenschauplätze geben. Durch diese Dezentralisierung wollen die Organisatoren die Begegnung und den Austausch fördern. Bei schlechtem Wetter werden die Schauplätze ins Innere des Gemeinschaftszentrums oder ins Kirchengemeindehaus verschoben. Ein grosses, überdachtes Festzelt wird es dieses Jahr dafür nicht geben. Damit ist klar: Das Riesbachfest findet auch 2020 beim GZ Riesbach statt. Zwar hätte man verschiedene Varianten überprüft, doch wegen der Infrastruktur biete sich das Gemeinschaftszentrum als idealer Standort an, ist Leo Bauer der Meinung. Zudem sei das GZ Riesbach im Herzen des Quartiers.
Neu ist aber der Zeitpunkt des Quartierfestes. Einerseits dauert das Fest nur noch zwei Tage, der Sonntag fällt dieses Jahr weg. Anderseits geht das Riesbachfest statt wie bisher am Ende der Sommerferien bereits am ersten Juliwochenende über die Bühne. Denn die Organisatoren wollen die Zusammenarbeit mit den Schulen im Quartier verstärken. «Vor den Sommerferien ist in den Schulen jeweils nicht viel los», so Bauer, der selbst Sekundarlehrer ist. Deshalb könne er sich vorstellen, dass die Schülerinnen und Schüler beispielsweise eine Theateraufführung einstudieren. Indem die Eltern die Aufführungen der Kinder besuchen, sollen zusätzlich Neuzuzüger für das Quartierfest angesprochen werden. Momentan suchen die Organisatoren noch das Gespräch mit den Schulen in der Umgebung.
Trotz der Änderungen und des Generationenwechsels soll nicht alles auf den Kopf gestellt werden. «Schliesslich bleibt es immer noch ein Quartierfest», versichert Bauer. Es gehe nicht darum, ein möglichst grosses und aufwendiges Fest zu gestalten. Bauer präzisiert: «Die Zielgruppe sind Menschen aus dem Quartier, und diese wollen wir erreichen. » Deshalb könne und solle jeder Ideen für die Gestaltung des Riesbachfestes einbringen. Es soll ein Fest für Jung und Alt werden. Für die Jugendlichen ist beispielsweise wieder eine Disco geplant. Auch können weiterhin Privatpersonen, Vereine und Parteien sich für einen Stand anmelden.

Kreativer dank Aufgabenteilung
Hinter den Kulissen ist nicht nur der Präsident neu. Die Organisation des Riesbachfestes wurde vollständig umgekrempelt. Früher gab es ein Organisationskomitee, bei dem die Vereine und Parteien mitwirkten. Dieses Jahr kümmern sich mehrere Arbeitsgruppen in Ressorts wie Gastro oder Kultur um die Durchführung des Festes. Durch die Aufgabenteilung wird Präsident Leo Bauer entlastet. Unterstützt wird er und die Arbeitsgruppen vom GZ Riesbach, welches seit Beginn des Projektes in die Planung des Riesbachfestes involviert ist.
Dank der neuen Organisationsstruktur könnten sich die Leute in den Arbeitsgruppen laut Bauer besser auf ihren Bereich fokussieren und frische Ideen einbringen. Wie diese frischen Ideen dann umgesetzt werden, erfahren die Riesbächler am ersten Juliwochenende, wenn ihr Quartierfest zu ungewohnter Zeit, aber am gewohnten Ort stattfindet.



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