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23.01.2020 Von: Manuela Moser

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Es gibt wieder eine Kulturnacht


Das motivierte Organisationsteam der Kulturellen Vereinigung Küsnacht (v. l.): Hans-Peter Fehr, Martine Peyer, Elisabeth Abgottspon, Hortensia Ernst und Ilka Allenspach (es fehlt: Christian Marty). Foto: Manuela Moser

Die Küsnachter Kulturnacht geht in die zweite Runde. Treibende Kraft hinter der langen Nacht der Veranstaltungen im kommenden September sind sechs Personen aus dem «Kulturkuchen».

Was, wenn ein ganzes Dorf eine Nacht lang unterwegs ist und an verschiedenen Standorten Konzerte, Vorträge, Kunstvolles besuchen kann? Dann ist Kulturnacht. So wie am sommerlich warmen Freitagabend im September 2017. Etwa 2000 Menschen spazierten durch Küsnacht und hatten die Wahl, aus einer breiten Palette von 40 Veranstaltungen zu wählen. Anders gesagt: Sie konnten ihr Programm selber zusammenstellen, denn an 20 verschiedenen Orten im Dorf fanden diese Dinge gleichzeitig statt.
«Andere Gemeinden an der Goldküste haben das nicht», sagt Elisabeth Abgottspon, Leiterin des lokalen Ortsmuseums und Mitveranstalterin der Küsnachter Kulturnacht. Zusammen mit den anderen Teammitgliedern der Kulturellen Vereinigung Küsnacht (KVK) – Hans-Peter Fehr, Martine Peyer, Hortensia Ernst und Ilka Allenspach und neu Christian Marty – möchte sie den Event diesen September wiederholen.

Mit ein paar Neuerungen
Ein paar Neuerungen soll es aber in der zweiten Auflage geben. So wollen die Veranstalter dieses Mal alles mindestens zwei Mal laufen lassen. «Die Mund-zu-Mund-Propaganda soll wirken», sagt Martine Peyer. Denn es sei das letzte Mal schade gewesen, dass gewisse Vorführungen, die besonders gut angekommen seien, nicht am selben Abend gleich nochmals durch andere Besucher genossen werden konnten. Auch ist vorgesehen, dieses Mal «Streetfood» anzubieten, also verschiedene Stände mit Essen.
Beibehalten will man einen Auftakt und einen besonderen Schlusspunkt: «Es war letztes Mal so stimmungsvoll mit den Bläsern, die vom Kirchturm auf den Dorfplatz herunter gespielt haben, sowie dem Feuerwerk am Schluss», so KVKSprecherin Peyer.
Fest stehen auch schon einige Veranstaltungsorte. Die Eckpfeiler bleiben unter anderem die Kirche, der Seehof und das Ortsmuseum. Nur: Dieses Mal wird auch die Zehntentrotte zur Verfügung stehen. «Normalerweise ist dieser Ort gefüllt mit Booten vom Seeclub Küsnacht. Er ist aber bereit, für unser Wochenende den Innenraum freizuräumen. » Eine andere spezielle Kulisse wird die Carrosserie Baumann bieten. Fest steht zu diesem Zeitpunkt auch, dass es wieder Führungen geben wird. Hortensia Ernst, Präsidentin des KVK, erinnert sich bestens an das letzte Mal: «Die Führung durchs Wangensbach-Areal hat mir sehr gefallen.» Das Haus aus dem 17. Jahrhundert habe sie noch nie zuvor besucht – «dabei wohne ich seit 50 Jahren in Küsnacht».

«Gute Energie auf Dorfplatz»
Mitorganisator Hans-Peter Fehr, Vizepräsident der Schauspielgruppe «Die Kulisse», ist besonders der Slam-Poet Simon Chen in guter Erinnerung geblieben: «So etwas habe ich noch nie gehört.» Auch der Auftritt von Aaron Wegmann, einem Küsnachter Musiker, sei speziell gewesen – zur ungewöhnlichen Zeit um 23 Uhr war die reformierte Kirche voll besetzt. Berührt hätten Fehr auch die Turmbläser. Da schliesst sich Martine Peyer an: «Die Fanfaren haben gleich von Beginn weg Stimmung auf die Strasse gebracht.» Insgesamt habe ihr der Kontrast von laut und leise sehr gefallen. «Im Freihof waren die Tische mit Kerzen dekoriert, auch die Lesung in der Stille hat mir sehr gut gefallen.»
Kuratorin Elisabeth Abgottspon hat den Abend vor zwei Jahren mit Präsenz im Museum verbracht. Sie führte durch die Modeausstellung «drüber und drunter». Doch auch ihr ist das Pre-Opening der Bläser geblieben. «Das Zusammenkommen auf dem Dorfplatz – mit den Klängen vom Kirchturm – hat von Anfang an eine positive Energie auf den Dorfplatz gebracht», sagt sie. Die Küsnachter Bibliothekarin Ilka Allenspach hat besonders beeindruckt, dass professionelles Schaffen neben hobbymässigem stattfinden konnte. «Das ergab bei den Beiträgen insgesamt eine gute Mischung.» Dem pflichtet Theater-Mann Fehr bei: «Das Nebeneinander von Amateuren und Professionellen hat funktioniert. » Ob das gehen könne, habe man nicht wissen können.
Im zweiten Durchgang ist man sich deshalb sicherer. Das Team steckt zurzeit mitten in den Vorbereitungen. Bis im Mai soll das definitive Programm stehen. Im Juni werden die Prospekte gedruckt, und am 4. September heisst es in Küsnacht wieder: Strassen frei für die lange Nacht der Kultur.



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