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25.03.2020
Zürich 2, Zürich West

Die kindliche Faszination beibehalten


Raphaël Wolf hat sich auf Mentalmagie spezialisiert. Foto: zvg.

Zauberkünstler «Raphaël der Wolf» alias «Zauberhut» aus Wollishofen hat viele Gesichter. Er ist Mentalmagier, Gedankenleser, Moderator und Kommunikationstrainer.

Laura Hohler

Als seine Eltern dem sechsjährigen Raphaël Wolf einen Zauberkoffer schenkten, änderte sich sein Leben schlagartig. Begeistert und fasziniert von der Magie, wollte er bereits als kleiner Junge Magier werden und übte sich in Kartentricks. Diese kindliche Faszination für Neues hat der 46-Jährige bis heute beibehalten, weshalb er auch gerne mit Kindern arbeitet. «Sie sind mit Abstand das ehrlichste Publikum. Das Schönste ist für mich der Glanz in ihren Augen», erzählt der Zauberer. Nebst seiner Tätigkeit als Zauberer und Mentalmagier ist der schweizerisch-französische Künstler auch Kommunikationstrainer, was ihm auf der Bühne zugute kommt. «Hierzulande», so Raphaël Wolf, «sind die wenigsten Fulltime-Zauberer.»

Spezialgebiet Mentalmagie

Wie viele Zauberkünstler hat sich «Raphaël der Wolf» spezialisiert. Sein Fachgebiet ist die Mentalmagie, die das «Gedankenlesen» beinhaltet. Besonders wichtig sei ihm, eine Disziplin so perfekt wie möglich zu beherrschen, anstatt von allem etwas zu machen. Genau wie beispielsweise Musiker beschäftigt er sich gedanklich fast täglich mit seiner Kunst. Magier zu sein ist eine Lebensphilosophie.«Der Weg ist das Ziel», weiss der Zauberer. Erst wenn seine Nummern tadellos sitzen, führt er sie öffentlich auf. Meistens gibt der Mentalmagier seine Kunst an Firmenanlässen, Teamevents und Geburtstagsfesten zum Besten, an denen er sein Publikum zum Staunen bringt. Wie eine Show für ihn abläuft, hängt stark von den Zuschauern ab. «Wenn sich die Leute zurücklehnen, den Kopf abschalten und der Funken springt, ist es für mich ein gelungener Abend», so Raphaël. «Es gilt, blitzschnell die verzaubernde Atmosphäre im Raum zu erschaffenen, um den Gedanken eine freie Bahn zu ermöglichen.»

Sich abheben von anderen

Im Gegensatz zu grossen Illusionisten aus Las Vegas braucht «Raphaël der Wolf» bloss wenige Utensilien, um seine Zauberkunst vorführen zu können. Immer dabei sind: die schönsten Perlen aus der Zauberwelt, in einer silbernen Muschel präsentiert, und ein Kartendeck. Doch das Wichtigste sei die Kopfarbeit. Gedankenlesen ist ein wahrer mentaler Kraftakt», so der Magier.

Besonders wichtig ist für Raphaël auch der Austausch mit anderen Zauberern. «Es ist ein Geben und Nehmen.» Die Zauberszene sei sehr kollegial, hilfsbereit und nach vorne gerichtet. «Durch Treffen mit anderen Zauberern kommt man immer wieder auf neue Ideen, und diese braucht man, wenn man sich in der Showwelt durchsetzen möchte. Man muss anders sein als alle anderen», so der Künstler. Authentisch und originell zu sein, sei gerade so wichtig wie das Handwerk perfekt zu beherrschen. 

Die Zauberer

In einer losen Serie stellen die Quartierzeitungen «Zürich West» und «Zürich 2» Zauberkünstler aus ihrem Verteilgebiet vor. Bereits erschienen sind Beiträge über Jamil  Tafazzolian (27. Februar) und Michél Toupet (12. März).



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