Aufgrund der Corona-Krise erscheinen die Zürcher Quartierzeitungen vorderhand alle 14 Tage. Zu den Erscheinungsdaten.
Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
01.04.2020
Zürich 2, Zürich West

Aufhängen von Flyern: Post lenkt ein


Ein ungewohntes Bild: Die lange Menschenschlange vor der Post Wollishofen. Foto: Lorenz Steinmann

Die Corona-Krise macht es möglich. Die Post handhabt interne Richtlinien für Plakate flexibler. Nun können Nachbarschaftshilfen Plakate und Flyer in Poststellen aufhängen oder auflegen. 

Lorenz Steinmann

«Nein», hiess es zuerst, als die Nachbarschaftshilfe Kreis 2 in den Poststellen Enge und Wollishofen einen Flyer mit Kontakten für Hilfesuchende und Hilfebietende aufhängen wollte. Nun hat die Post eingelenkt. Auf zuerst verlangte Gebühren von satten 130 Franken verzichtet sie ebenfalls. Es brauchte dazu aber ein Nachhaken dieser Zeitung, bis die Post ihre für «Normalzeiten» durchaus sinnvollen Vorschriften lockerte.

Mediensprecher Erich Goetschi von der Schweizerischen Post in Bern gibt sich selbstkritisch: «Die Mitarbeitenden am Schalter haben sich an die geltenden Weisungen gehalten und sich somit korrekt verhalten. Eigentlich. Aber die Krise um das Coronavirus ist völlig neuartig und hat alle überrumpelt. Nicht nur die Bevölkerung ist verunsichert – unsere Mitarbeitenden sind es auch.» Er bitte deshalb um Nachsicht, dass nicht alle sofort die geltenden Richtlinien für Plakate flexibel gehandhabt hätten. Ab sofort sei das Auflegen von Flyern und das Aufhängen von Plakaten zur Nachbarschaftshilfe kostenlos erlaubt. «Das gilt auch für restliche Filialen in der ganzen Schweiz», so der Mediensprecher Goetschi. Und: «Wir unterstützen die Aktionen von Mitmenschen, die einander solidarisch helfen. Genau das braucht die Schweiz, aktuell mehr denn je.» Deshalb freue sich die Post natürlich, wenn sie solche Aktionen unterstützen könne.

Regula Galli von der Nachbarschaftshilfe Kreis 2 reagiert erfreut auf die Kehrtwende der Post. Sie macht nämlich die Erfahrung, dass gerade ältere Menschen gerne von Nachbarschaftsdiensten profitierten. Sie warnt gleichzeitig aber auch davor, dass man nicht zu blauäugig sei. «Halten Sie sich an bekannte und bewährte Adressen», so Galli. Vorauszahlungen oder sogar die Weitergabe der Kreditkarte inklusive Pin seien sehr gefährlich. Bei Unsicherheiten seien die offiziellen Adressen vorzuziehen.



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 14. Mai 2020
Zürich 2 vom 14. Mai 2020
Zürich Nord vom 14. Mai 2020
Zürich West vom 14. Mai 2020
Küsnachter vom 21. Mai 2020
Küsnachter Amtlich vom 21. Mai 2020

Sonderzeitungen

2000-Watt-Gesellschaft 2019
Abenteuer Stadt Natur 2019
Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger Volketswiler Nachrichten