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01.04.2020
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ZKB-Bauten auf Landiwiese sollen ein Jahr stehen bleiben


Die Holzbauten für den Erlebnisgarten auf der Landiwiese. (Foto: Lorenz Steinmann)

Die ZKB hat entschieden, alle Jubiläumsaktivitäten auszusetzen. Der Rohbau aus Holz für den Erlebnisgarten soll demnach bis 2021 bestehen bleiben.

«Wir sind in Abklärung, ob das gesamte Jubiläum integral auf 2021 verschoben werden kann. Falls dies möglich ist, werden die Bauten stehenbleiben», heisst es von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) auf Anfrage. Was dann beispielsweise mit dem Theaterspektakel am gleichen Ort passiert, ist unklar. So oder so befindet sich die ZKB in einem Dilemma. Der neben der geplanten Seilbahn vorgesehene Erlebnisgarten auf der Landwiese ist schon fast fertig – zumindest die dafür vorgesehenen Holzbauten. Sie beanspruchen etwa einen Drittel der Fläche. Doch wegen des Coronavirus findet die Eröffnung des Erlebnisgartens Ende Mai zum 150-Jahr-Jubiläum nicht statt.

«Arbeit für Handwerker»

Die NZZ stellte die These auf, dass 2021 «Bahn und Garten gleichzeitig gefeiert werden könnten». Die ZKB reagiert darauf gegenüber der Lokalinfo verhalten: «Während des laufenden Verfahrens zur ZüriBahn lässt sich keine Prognose aufstellen», so Mediensprecher Yannik Primus.

Sicher ist aber, dass die ZKB am umstrittenen Seilbahnprojekt von den Quartieren Riesbach nach Wollishofen über den Zürichsee festhält. ZKB-CEO Martin Scholl liess verlauten, gerade in der Corona-Krise mache der Bau der Seilbahn Sinn. Dieser gebe Handwerkern Arbeit, die sie nun brauchen könnten.

Das kommt bei Urs Frey, Präsident des Quartiervereins Riesbach, ganz schlecht an: «Wann begreift unsere Staatsbank den Ernst der Lage? Derzeit würde man lieber lesen, wie sie den Corona-Betroffenen im Kanton unter die Arme greift und dafür auch das Seilbahngeld in den Hilfsfonds einschiesst.» Für den Zürcher AL-Gemeinderat Mischa Schiwow ist das Verhalten arrogant: «Die ZKB muss nicht mit Aufträgen an Handwerker ködern, sondern jetzt sofort Mittel zur Verfügung stellen, für Betriebe und Personen, die kein Einkommen mehr haben. Das wäre die beste Jubiläumsaktion.» (ls.)



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