
Der Crestapark in Wollishofen nimmt Gestalt an. Nun wurden die Mieterinnen und Mieter über das Detailprojekt informiert. Die Mieten steigen saftig, die Gebäudehöhen auch.
An der Bellaria-, Etzel- und Staubstrasse kreuzen wohl bald die Abrissbagger auf. («Zürich 2» berichtete). An einer Vorstellung des Projekts für die rekursberechtigten Anrainer und Mieter gaben Vertreter der Besitzerin UBS, der Verwalterin Livit AG und die ausführenden Architekten von Schneider und Gmür vor einigen Tagen Spannendes bekannt: So sollen die bestehenden Häuser einer Arealüberbauung weichen. Das bedeutet, dass die UBS bezüglich Ausnutzung und Höhe privilegiert wird, sie andererseits aber erhöhte Anforderungen an die Gestaltung und die Einfügung in die Umgebung erfüllen muss. Dafür sind neu drei Geschosse erlaubt, dazu ein Attikageschoss und je nach Verhältnissen noch ein Erdgeschoss. Das an der Infoveranstaltung vorgestellte Projekt besteht aus fünf bogenförmig angeordneten Häusern mit je fünf Geschossen und einer Tiefgarage (56 Plätze) mit einer zentralen Einfahrt an der Etzelstrasse. Energetisch sollen die Neubauten keine Wünsche offen lassen, Nullenergiestandard soll das Ziel sein, wobei als Pionierleistung eine Erdspeicherheizung geplant ist. Solarzellen auf dem Dach sorgen für Warmwasser und Strom. Die neuen Häuser sollen 56 Wohnungen beherbergen, davon 11 Wohnungen mit 2,5 Zimmern, 5 Attikawohnungen mit 5,5 Zimmern, sowie 40 Wohnungen mit 3,5 oder 4,5 Zimmern.
2200 bis über 5500 Franken
Die Kritik aus dem Publikum betraf vor allem die Gebäudehöhe, die das gesetzlich Mögliche maximal ausnützt. Nach Insistieren aus dem Publikum liess ein UBS-Vertreter die Katze aus dem Sack: Eine 2,5-Zimmer Wohnung koste ab CHF 2200.– pro Monat, bei 4,5 Zimmern müsse man 3500.– bis 4000.– bezahlen, die Attikawohnungen kosteten ab 5500.–. Der Vertreter der UBS versprach einmal mehr, dass die UBS die Mieter bei der Suche nach einer neuen Bleibe unterstützen wolle, es gebe ein Vorzugsprogramm der Livit AG. Gemäss der heutigen Mieterschaft sei dies aber ein «zahnloser Papiertiger», der bisher noch zu keinen konkreten Angeboten geführt hat. Die Baueingabe erfolgte am 8. Juli (also «termingerecht» vor den Sommerferien), und die Stadt ist zur Zeit dabei, das Projekt zu prüfen. Währenddessen werden im Quartier Unterschriften gegen das Projekt gesammelt, es sind schon einige hundert beisammen. (ls.)