Home  Kontakt  
Seite drucken
seperator
seperator
seperator
seperator
seperator
seperator
seperator
seperator
seperator


Titelgeschichte

Weitere Artikel

Fotograf erzählt russische Geschichten


Szene in Russland: Menschen vor Getränkeautomaten. Bild:

Daniel Gendre bereiste 1970 für vier Monate die Sowjetunion. 60 seiner Fotos sind nun in der Galerie Last zu sehen.

 

Andreas J. Minor

1970 war in der UdSSR ein Jubeljahr. Gefeiert wurden 100 Jahre Lenin. Genau in diesem Jahr zog Daniel Gendre mit seinen Kameras während vierer Sommermonate durch die Sowjetunion. Während 35 Jahren lagen die Negative dieser Reise bei Gendre in einer Schublade. 2005 kramte der Fotograf ein paar Aufnahmen für Galerien in Paris hervor und zeigte enige Bilder der Öffentlichkeit. Das grosse Echo veranlasste Gendre, seine Bilder noch einmal durchzugehen. Er wählte 60 Aufnahmen aus, die nun in der Ausstellung «Kleine Geschichten aus dem russischen Alltag» in der Galerie Last zu sehen sind.
Wie der Titel der Ausstellung sagt: Nicht die bombastischen Ehrungen und Massenaufmärsche im Jubeljahr, sondern das Leben der einfachen Sowjetbürger hat Gendre damals verewigt. Genau dies macht das faszinierende der 60 Fotografien aus. Sie geben einem breiten Publikum Einblick in den Alltag hinter dem Eisernen Vorhang. Eindrücke, die zur Zeit des Kalten Krieges nur wenige Menschen aus Westeuropa aufgrund von Reisen erhalten haben.
Daniel Gendre, unterdessen seit 40 Jahren Fotograf und ehemaliger Schüler der berühmten englischen Meister Brian Duffy, Lester Bookbinder und Phil Jude, hat sich mit diesen Aufnahmen aus dem Sommer 1970 selbst ein kleines Denkmal gesetzt.

Galerie Last, Zähringerstrasse 26, 8001 Zürich. Öffnungszeiten: Di–Fr 14–19 Uhr, Sa 12 bis 17 Uhr. Vernissage: 1. Februar, Ausstellung bis 14. April. Weitere Informationen zur aktuellen Austellung unter www.lastgallery.com.

Werbung