Küsnachter
Trotz minimaler Besetzung ein beeindruckendes Klangbild. Foto: wn.
Gelungenes Konzert trotz Hindernissen
Wie gewohnt gab der Handharmonika-Club Forch-Zumikon Ende Januar sein Konzert im Gemeindesaal. Ungewohnt war, dass Dirigentin Silvia Meier im Publikum sass. Präsident Rothmayr übernahm ihren Part.
Willy Neubauer
Das Energiebündel fehlt sicht- und hörbar. Silvia Meier, das musikalische Gewissen des Handharmonika-Clubs ist rekonvaleszent und kann vermutlich erst nach den Sportferien wieder dirigieren.
Filmmusik packend inszeniert So fehlt beim Konzert in Zumikon der letzte Esprit, auch wenn sich Präsident Rothmayr bemüht, die Lücke zu füllen. Aber mitspielen und das Tempo so anziehen, dass alle folgen, ist ein schwieriges Unterfangen. Dann fehlt Meier natürlich auch als souveräne Mitspielerin. Und auch der Tod des langjährigen Mitglieds Ruth Müller im letzten Jahr hat eine Lücke hinterlassen. Ja, die Handörgeler kämpfen nicht erst seit gestern darum, genügend aktive Mitspieler und Mitspielerinnen auf die Bühne zu bringen.
Die Handharmonika liege halt nicht mehr so im Trend, merkte Rothmayr an. Positiv fiel dafür auf, dass Schüler der Musikschule Zumikon mit Geigen und Klarinetten mithalfen, ein gutes Klangbild zu vermitteln. Seit September haben die Schüler an den Proben mitgewirkt und so am Konzert «Bühnenluft» geschnuppert. Und positiv war natürlich der jugendliche Nachwuchs mit der Handharmonika, der sich beachtlich schlug – Silvia Meier hat gute Arbeit geleistet. Zu Themen aus der «Muppet Show» begleiteten die Senioren der Handörgeler ihre jungen Mitspieler. Und dann spielten die acht Aktiven plus der Schlagzeuger die Titelmelodie zu «Die glorreichen Sieben».
40 Jahre mitgespielt Während die Kids in der ersten Reihe Platz nahmen, örgelten die Aktiven «Sway», «Solo per la città » und vom unvergesslichen Ennio Morricone nicht etwa die weltberühmte Titelmelodie von «Spiel mir das Lied vom Tod», sondern die Filmmelodie von «Gabriels Oboe». Nach «Herb Alpert Hits» folgte zum Schluss «Hello», der Hit von Lionel Richie, mit dem er 1984 die Charts stürmte. Trotz des Ausfalls von Silvia Meier unterhielt der Handharmonika Club die rund 100 Zuschauer aufs Trefflichste. Das gut gelaunte Publikum applaudierte bei der Ehrung von Bassistin Trudi Gugger, die seit 1971 in der Formation mitspielt und jetzt den Bass an den Nagel hängt. Dennoch, Präsident Rothmayr ist guter Dinge, dass jüngere Kräfte nachrücken werden und der Verein weiterhin konzertreif bleiben wird.
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