Bonnie-Fit in Küsnacht hat einen prominenten Gast. Der Mister-Schweiz-Anwärter Stefan Tobler ist daran, seinen Muskeln den letzten Schliff für den grossen Showdown vom 8. Mai zu verpassen.
Thomas Loosli
Die Idee, Mister Schweiz werden zu wollen, spukt schon seit Jahren in Stefan Toblers Kopf. Jetzt sei die Zeit reif, sagt der Event-Projektleiter, der mehrere Jahre als Velokurier gearbeitet hat und das Radfahren zu seinen liebsten Hobbys zählt. Aber das Velofahren ist mehr als ein Hobby. Stefan Tobler hat das härteste Velorennen der Welt bestritten, die Tour d'Afrique, die ihn über eine Distanz von 12 000 Kilometern von Kairo bis nach Kapstadt führte. Er war vier Monate unterwegs und fuhr zumeist durch unwegsames Gelände. «Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, wäre ich wahrscheinlich nie gestartet», gibt Tobler zu. Teilweise hätten sich für europäische Verhältnisse geradezu absurde Szenen abgespielt. So wurden er und einige seiner Mitkonkurrenten von einem Elefanten verfolgt. Froh ist er dennoch, dass er mental stark genug war, um das Rennen bis zum Schluss durchzustehen und sogar den dritten Rang zu erreichen.
«Zum Glück ohne Zicken»
Er liebe Herausforderungen und sehe deshalb durchaus einen Zusammenhang zwischen dem harten Velorennen und der Teilnahme an den Mister-Schweiz-Wahlen. Er werde bestimmt kein langweiliger Mister Schweiz werden, verspricht Stefan Tobler. Mit Shootings und Drehs bekundet der gebürtige Wädenswiler wenig Mühe, da er auf diesem Gebiet schon etwas Erfahrung hat. Etwas nervös sei er beim Casting der schönsten 70 Männer an der Vorausscheidung dennoch gewesen, räumt Tobler ein. Im Trainingscamp der 16 Mister-Schweiz-Anwärter in Vevey habe er sich sehr wohl gefühlt. «Zum Glück waren keine Zicken darunter», lacht der 28-Jährige. Der Konkurrenzkampf werde dann im Verlauf des Wettbewerbs aber sicher härter werden.
Gefragt, wer seiner Meinung nach der bisher «beste» Mister Schweiz gewesen sei, sagt Tobler, Renzo Blumenthal hätte am meisten überzeugt, nicht nur marketingtechnisch, sondern auch als Persönlichkeit. Stefan Tobler studiert zurzeit Marketing an der Swiss Marketing Academy, wo er Mitstudentin Dörte Welti kennenlernte, welche das Text- und PR-Management des Fitnessstudios Bonnie-Fit macht. Sie lud Tobler ein, in Küsnacht zu trainieren. Zweimal pro Woche trainiert der «Beau» nun in Küsnacht. Nebenbei trainiert er auch zu Hause und geht zweimal pro Woche ins Boxtraining. «Da bleibt nicht mehr viel Zeit, um die Sauna und die Massageräume des sehr schön eingerichteten Fitness-und Wellnessstudios zu nutzen», bedauert Tobler.
Immer bereit, für ein Abenteuer
Für den Wädenswiler, der sich nicht als eitel bezeichnet, zählt der Sport sowieso mehr als Wellness. «Eine Macke habe ich allerdings», gesteht Tobler, «bevor ich ausgehe, ziehe ich mich manchmal fünfzehnmal um, bis ich die richtige Kombination gefunden habe.» Falls es am 8. Mai nicht klappen sollte mit dem Mister-Schweiz-Titel, wäre das für den charmanten Abenteurer keine Tragödie. Wichtig sei ihm einfach, alles zu geben. Dann stünden die Chancen gut. Langweilig werde es ihm aber ohne Mister-Schweiz-Titel auch nicht. «Die Welt hat noch viele Velowege offen, und ich bin immer bereit für ein neues Abenteuer.»
Stefan Toblers Voting-Nr.: 0901 83 30 14, Fr. 0.90.