
Claudia Benetti
An der Schulgemeindeversammlung im Dezember verwarfen die Zumiker Stimmberechtigten eine Steuerfusserhöhung von 13 auf 16 Prozent, ohne Abstriche beim Budget vorzunehmen. «Damit erhöhte sich das Defizit von 130 000 auf 1,712 Mio. Franken», erklärte Markus Eschenlohr. Die Geschäftsleitung habe daher das Budget auf Sparmöglichkeiten hin geprüft.
Die meisten Kosten sind fix
«Allerdings ist es kein leichtes Unterfangen, Abstriche zu machen, da 75 bis 80 Prozent der Ausgaben durch kommunale Konzepte und Beschlüsse nicht beeinflussbar sind», so Eschenlohr. So müssten beispielsweise die Löhne automatisch nach oben angepasst werden, wenn Lehrer aufgrund ihres Alters in eine höhere Lohnklasse rückten, das Personal müsste aufgestockt werden, wenn die Zahl der Hortkinder zunähme, und auch bei den Aufwendungen für den Erhalt der Schulhäuser könnte nicht einfach gestrichen werden. Nichtsdestotrotz konnten laut Eschenlohr knapp 40 Sparmassnahmen eruiert werden. Diese würden dieses Jahr zu einer Ergebnisverbesserung um rund 200 000 und in den Folgejahren um 280 000 Franken beitragen. Die Sparmassnahmen wurden so gewählt, dass sie keine nachhaltig negativen Auswirkungen auf die Schullaufbahn der Schüler haben, keine Kosten bei der Umsetzung der Massnahmen entstehen sowie die Qualität der Schule und die laufenden Entwicklungsprozesse nicht beeinträchtigt oder gar gefährdet werden. «Mit den gewählten Massnahmen sind wir an die Grenzen gegangen», erklärte Eschenlohr.
Defizit führt zu Tarifanpassung
Die Sparmassnahmen betreffen die vier Bereiche Kindergarten, Primarschule und Schulverwaltung. Zusätzlich werden im Bereich schulergänzende Betreuung durch Tariferhöhungen von bis zu 18 Prozent mehr Einnahmen in der Höhe von 67 500 Franken generiert. Diese Erhöhung sei nötig, da das Defizit mittlerweile 700 000 Franken betrage, betonte Eschenlohr. Heraufgesetzt würden vor allem die Tarife für die Ferienbetreuung der Kinder, da die Schulpflege diese nicht als eine primäre Aufgabe der Zumiker Schule erachte.
Die Rechnung der Schulgemeinde Zumikon weist seit längerem ein Defizit aus. Dies ist laut Eschenlohr unter anderem eine Folge neuer Aufgaben, die die Gemeinde übernehmen musste, und von Kostenüberwälzungen seitens des Kantons. Dies habe in den letzten Jahren zu einer Ausgabenzunahme von rund einer Million Franken geführt. Beispielsweise übernehme die Gemeinde heute 80 Prozent der Lehrerbesoldungen, vor einigen Jahren waren es noch 20 Prozent.