Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich

29.11.2016 - 07:30 Uhr

Staatsarchiv hilft Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen


Im September 2016 hat das Bundesparlament beschlossen, Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen mit einem Solidaritätsbeitrag zu entschädigen. «Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung: Im Kanton Zürich helfen die Opferberatungsstelle Zürich und das Staatsarchiv bei Bedarf beim Ausfüllen eines entsprechenden Gesuchsformulars und bei der Suche nach relevanten Akten», schreibt die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich.

Die Schweiz beschäftigt sich aktuell mit einem schwierigen Kapitel ihrer Sozialgeschichte. Es geht um das Schicksal von Menschen, die vor 1981 von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen oder Fremdplatzierungen betroffen waren. Zu den Betroffenen würden Verdingkinder, Heimkinder, administrativ Versorgte, Personen, deren Reproduktionsrechte verletzt wurden, sowie Zwangsadoptierte zählen.

«Das Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 wurde am 30. September 2016 von den Räten verabschiedet», schreibt der Kanton Zürich. Werde das Referendum nicht ergriffen, trete das Gesetz per 1. April 2017 in Kraft.

Meldefrist läuft bis März 2018
Vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2018 besteht für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen gestützt auf dieses Gesetz die Möglichkeit, ein Gesuch um Ausrichtung eines Solidaritätsbeitrags einzureichen. Das Gesuchsformular kann ab 1. Dezember 2016 beim Bundesamt für Justiz, den kantonalen Anlaufstellen oder bei den Staatsarchiven bezogen werden (in Papierform oder elektronisch).

Das Formular kann selbständig oder mit Unterstützung der kantonalen Anlaufstellen ausgefüllt werden. «Im Kanton Zürich bieten die Opferberatung Zürich und das Staatsarchiv Unterstützung», so die Direktion der Justiz und des Innern.

Zwei mögliche Wege zur Hilfe
Das Staatsarchiv unterstützt und koordiniert die Aktenrecherche. Betroffenen, die das Gesuchsformular selbständig ausfüllen möchten und lediglich Hilfe bei der Suche nach Akten benötigen, wird empfohlen, sich an das Staatsarchiv zu wenden. (Telefon 043 258 50 00, E-Mail: staatsarchivzh@ji.zh.ch)

Die Opferberatung Zürich unterstützt Betroffene, die das Gesuch nicht selbständig einreichen möchten, bei der Vorbereitung und Einreichung. Opfern, die Beratung und Unterstützung bei der Gesuchseinreichung sowie bei der Aktenrecherche benötigen, wird empfohlen, sich an die Opferberatung Zürich zu wenden. (Telefon 044 299 40 50, E-Mail: opferberatung@obzh.ch) (pd./pw. / Foto: mai.)

< Versorgungssicherheit dank neuem Wärmespeicher

Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 27. April 2017
Zürich 2 vom 27. April 2017
Zürich Nord vom 27. April 2017
Zürich West vom 27. April 2017
Küsnachter vom 27. April 2017
Küsnachter Amtlich vom 27. April 2017

Sonderzeitungen

Lernfestival'16
ZSC
Abenteuer StadtNatur
Chreis9Fäscht - Festzeitung
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger