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01.01.2017 - 12:09 Uhr

Ereignisreiche Silvesternacht – gewalttätig vor allem im HB

In der Silvesternacht kam es in der Stadt Zürich zu vereinzelten sexuellen Übergriffen, Tätlichkeiten, Körperverletzungen, Taschendiebstählen und diversen Angriffen gegen die Einsatzkräfte.

Wie die Stadtpolizei Zürich in ihrem Bericht schreibt, mussten die Einsatzkräfte auf dem Festgelände des «Silvesterzaubers» rund um das Zürcher Seebecken, vor allem in der Parkanlage Arboretum, mehrfach einschreiten, weil Unbelehrbare trotz überall ausgeschildertem Verbot Feuerwerk inmitten der Menschenmenge abfeuerten. Bei einem Lokal am Bellevue wurden noch vor Mitternacht zwei Männer, ein 18-jähriger Marokkaner und ein 34-jähriger Algerier unter dringendem Tatverdacht des Taschendiebstahls festgenommen und der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Nach Mitternacht rückte die Stadtpolizei aufgrund von Meldungen über eine grössere Gruppe mutmasslicher Fussballfans aus, die beim Kanzleiareal im Kreis 4 Feuerwerk zündeten. Bei ihrem Eintreffen wurden mehrere Polizistinnen und Polizisten aus dem Umfeld dieser Gruppe durch Flaschenwürfe und mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Durch taktisch geschickte Verschiebungen gelang es den Einsatzkräften ohne Einsatz von weiteren Mitteln, die Situation zu beruhigen.

Vom Bereich des Festgeländes um das Seebecken gingen bei der Einsatzzentrale drei Meldungen über sexuelle Nötigung oder Belästigungen durch antanzen und grabschen ein. Allfällige weitere eingehende Anzeigen werden in den kommenden Tagen ausgewertet. Nach 02 Uhr meldeten Passanten am Bürkliplatz einen Mann, der eine Frau belästige. Beim Eintreffen der Polizei lag ein 20-jähriger Afghane auf einer 45-jährigen Spanierin und griff diese über der Kleidung ab. Der Afghane wurde in der Folge verhaftet und der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Kurz nach 04 Uhr meldeten Passanten mehrere verletzte Personen nach einer Schlägerei vor einem Fussball-Fanlokal an der Heinrichstrasse im Kreis 5. Die ausgerückten Einsatzkräfte von Schutz&Rettung Zürich und der Stadtpolizei mussten vier Verletzte vor Ort betreuen und zur ambulanten Behandlung ins Spital bringen. Im Verlaufe der Nacht musste die Stadtpolizei wiederholt wegen weiteren Tätlichkeiten und Schlägereien ausrücken. Auch bei diesen Auseinandersetzungen wurden mehrere Personen verletzt. Meldungen über schwerere Verletzungen liegen gemäss aktuellem Erkenntnisstand keine vor.

Die ganze Nacht alle Hände voll zu tun hatten die Einsatzkräfte der Kantonspolizei, die für die Sicherheit im Hauptbahnhof Zürich verantwortlich ist. Es fiel auf, so heisst es im Bericht der Kantonspolizei, dass viele Menschen, meist junge Männer, die aus Afrika oder dem Nahen Osten stammen, die Silvesternacht im HB verbrachten. Die Stimmung war aggressiv und es kam immer wieder zu Schlägereien und Handgreiflichkeiten, die durch die Polizei beendet werden mussten. Gemäss den Einsatzkräften waren nicht ethnische Unterschiede das Problem, sondern der übermässige Alkoholkonsum. Schlägereien seien bei jeder Gelegenheit oft grundlos angezettelt worden. Es gab keine schwereren Verletzungen. Die Polizei musste mehrmals Rettungssanitäter während ihrer Arbeit schützen. Schliesslich wurden elf Männer verhaftet, sie kommen aus Guinea, Irak, Italien (italienische und marokkanische Wurzeln), Marokko, der Schweiz (tunesische Wurzeln) und Tunesien. Sieben wohnen in der Schweiz, zwei im Ausland und zwei haben keinen festen Wohnsitz. Sie werden wegen Raufhandels, Hinderung einer Amtshandlung oder Tätlichkeiten angezeigt. (pd./mai./ Foto: zvg.)

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