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23.01.2017 - 07:29 Uhr

Eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden


«Sich zu entfalten, ist etwas anderes, als faltenlos zu leben»: Szene aus dem Dokfilm «Falten». Foto: zvg.

Die Pfarrei Dreikönigen organisiert einen ökumenischen Themennachmittag für Seniorinnen und Senioren im Kino Houdini. Dort wird der Dokfilm «Falten» von Silvia Häselbarth Stolz gezeigt. Die Filmerin wird anwesend sein.

In «Falten. Eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden» blicken der Malermeister Fredy Frey, die Lehrerin Ruth Frey, die Künstlerin Monica von Rosen, die Bewegungspädagogin Rita Maeder-Kempf und der Trödler Urs Wydler besinnlich und auch mit einem Schmunzeln zurück und erzählen, ob sie im Leben die waren, die sie sein wollten. Sie schildern, was sie geprägt hat, was sie bereuen und was sie nie vergessen werden, wie sich ihr persönliches Altsein anfühlt und warum es sich denn lohnt, alt zu werden.
Die tiefgründige und gleichzeitig heitere Dokumentation der Luzerner Filmemacherin Silvia Häselbarth Stolz lädt das Publikum zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Älterwerden ein: Ein Leben ohne Falten ist nicht möglich. Die Falten gehören zum Leben, sie sind eine Art «Handschrift», mit der unsere Lebensgeschichte geschrieben und somit «lesbar» wird. Abgesehen vom kosmetischen Aspekt – sind wir nicht dank den Falten zu jenen Menschen geworden, die wir heute sind?

«La vita è bella»
Obwohl wir spätestens im «reifen» Alter das Riesenrad der Zeit so gern anhalten würden, steht das Leben nie still, es fordert von uns ständig heraus, in Bewegung zu bleiben, Neues zu wagen, den Blick stets nach vorn zu richten. Trotz allen Widrigkeiten und Falten überwiegen Lebensfreude und Dankbarkeit für alles, was man erleben durfte.
Im Alter haben wir viel mehr Zeit als früher, aber doch nicht alle Zeit der Welt. Denn die Zeit läuft uns langsam davon. Spätestens im Alter also soll sich der Mensch auf das Wesentliche besinnen und so sein, wie er oder sie eigentlich ist. Diese «Zwischenbilanz» weist auch den Weg, auf den wir uns im letzten Lebensabschnitt bewusst konzentrieren möchten, noch vor der letzten Phase des Abschiednehmens und des Loslassens vom Gelebten und Geliebten.
Im Alltag wird das Alter fast reflexartig mit negativen Bildern verbunden. Wer aber das grosse Glück hat und «schön alt» werden darf, zeigt ein anderes Gesicht des Älterwerdens: Zufriedenheit, Gelassenheit, Versöhnlichkeit, Zuversicht, Leichtigkeit des Daseins und Humor. Auch ein älterer Mensch darf zufrieden sagen: «La vita è bella!» (e.)

Donnerstag, 26. Januar, 14.30 Uhr, Kino Houdini, Badenerstrasse 173 (Haltestelle Kalkbreite). Eintritt Fr. 15.–.

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