Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich

07.02.2017 - 10:33 Uhr

«De Dameschniider»


Das Theater Adliswil probt für die Aufführungen von Feydeaus «Tailleur pour dames». Regie führt Peter Niklaus Steiner, der momentan mit «Gift. Eine Ehegeschichte» selber auf der Bühne steht – im Turbinentheater. Foto: zvg.

Der Langnauer Regisseur Peter Niklaus Steiner inszeniert als Störschneider im Theater Adliswil «De Dameschniider». Gut geschneidert, das Stück.

Steiner lässt das Stück an der Stüssihofstatt im Zürcher Niederdorf und im Seefeld spielen. Und so fängts an: Dr. med. Ferdinand Müller hat auf dem Treppenabsatz vor seiner Wohnungstür übernachtet. Er ist wie gerädert. Am Opernball hatte er seine Geliebte Susanne getroffen – eine seiner Patientinnen. Doch dann versetzt sie ihn, lässt ihn vor dem Corso eine Stunde in der Kälte bibbern. Die Wohnungsschlüssel: vergessen. Klingeln: Das weckt seine Frau. Einbrechen? Kein Werkzeug. Morgens beim Saubermachen findet Edi, Müllers Diener, des Doktors Zimmer leer. Müllers Versuch, die nächtliche Abwesenheit vor seiner im Zimmer gegenüber schlafenden Ehefrau Yvonne zu vertuschen, misslingt. Die Misere ist perfekt und eine Ausgangslage geschaffen, die für eine Komödie von Georges Feydeau nicht treffender sein könnte: Es darf nicht sein! Die Etikette muss gewahrt werden, denn wir alle sind wohlanständige Bürger!

Lügen über Lügen
Feydeau türmt ein Lügenkonstrukt aufs nächste, bis der Turm jeden Moment einzustürzen droht. Was lässt sich der Mensch zur Wahrung der Etikette nicht alles einfallen! Warum lügen wir wie gedruckt? Natürlich aus Scham und Angst. Und warum ergötzen wir uns an Feydeaus fantastischer Lügenmaschine? Eben um uns von diesen Ängsten zu befreien, zumindest für den Moment! Feydeau hat sein Erfolgsstück «Tailleur pour dames» betitelt. In Adliswil lachen wir herzlich über den «Dameschniider», sitzen auf unseren sicheren Plätzen, während sich die Figuren auf der Bühne abstrampeln. Aber: Ende gut, alles gut, so viel sei verraten. Gespielt wird das Stück vom 10. März bis 8. April donnerstags bis samstags jeweils um 20 Uhr sowie am Mittwoch, 15. März, 20 Uhr und am Sonntag, 2. April, um 17 Uhr. (Text: Max Trossmann)

Der Vorverkauf im Internet läuft ab Samstag, 11. Februar, morgens um 10 Uhr unter www.theater-adliswil.ch.

< Unteroffiziersverein Zürich ist gut ins 2017 gestartet

Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 20. September 2018
Zürich 2 vom 20. September 2018
Zürich Nord vom 20. September 2018
Zürich West vom 20. September 2018
Küsnachter vom 20. September 2018
Küsnachter Amtlich vom 20. September 2018

Sonderzeitungen

Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Tonhalle
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger