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15.03.2017 - 14:32 Uhr

45 Jugendfilme: aufgeweckt und aufgerührt


«Digital Immigrants» von Dennis Stauffer und Norbert Kottmann. Foto: zvg.

Die 41. Schweizer Jugendfilmtage finden vom 15. bis 19. März im Theater der Künste und neu im Kino Xenix statt. Es will vom Nachwuchs gefordert werden und den Nachwuchs fördern.

Kernstück des Festivals ist der Wettbewerb: In fünf Kategorien messen sich für die 41. Ausgabe 45 Kurzfilme aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin. Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von 15 000 Franken.

Filmische Grüsse aus Kosovo
Das Publikum wird gefordert – denn die heutige Jugend generell als abgestumpft und unpolitisch abzutun, ist viel zu kurz gegriffen. Auch wenn der Filmnachwuchs im Wettbewerbsprogramm nicht explizit politische Parolen verfilmt, so häufen sich bei den diesjährigen Einsendungen die gesellschaftskritischen Werke. Das ist mitunter brutal, mitunter ironisch, mitunter deprimierend. Die Nachwuchstalente bespielen das gesamte Emotionsspektrum und nehmen ihre Zuschauerinnen mit auf eine Achterbahn der Gefühle. Die Revolution kann eben doch auf der Leinwand beginnen! Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs werden von der fünfköpfigen Jury bestimmt.

Der Fokus liegt heuer auf Kosovo. Seit 2013 stellen die Fokusprogramme der Jugendfilmtage Filmproduktionen von Jugendlichen aus anderen Ländern oder ausgewählte Kurzfilmprogramme von Jugendfilmfestivals aus einer bestimmten Region in den Mittelpunkt. 2017 sendet das «DokuFest» aus Prizren, Kosovo, filmische Grüsse und Gäste ans Festival.
Auch hier zieht sich der rote Faden der Gesellschaftskritik weiter: Die zwei Programme, die der künstlerische Leiter des «DokuFests», Eroll Bilibani, für die Schweizer Jugendfilmtage zusammengestellt hat, zeigen die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit dem Medium des Dokumentarfilms als Form aktiver Teilhabe an der Gesellschaft auf.

Zum Thema «Film als Werkzeug in der Arbeit mit Jugendlichen im Kontext der Migrationsgesellschaft» findet am Donnerstag, 2. März, um 18 Uhr zudem die Podiumsdiskussion Cinemigration statt (OJA Kreis 3&4, Zweierstrasse 6).

Neu auch im Kino Xenix

Zum ersten Mal wird 2017 das Kino Xenix als zweite Spielstelle – zusätzlich zur Bühne A an der Gessnerallee – genutzt. Nebst der feierlichen Eröffnung werden hier alle Fokusprogramme sowie der Pitching-Wettbewerb «Klappe Auf!» durchgeführt. Als Zentrum für Filmliebhabende mitten im Herzen der Stadt und als Kino, das sich mit verschiedenen Gefässen auch der Förderung junger Talente verschrieben hat, ist das Kino Xenix die ideale zweite Spielstelle der Schweizer Jugendfilmtage. (pd.)

Das vollständige Programm der 41. Schweizer Jugendfilmtage ist online aufgeschaltet auf www.jugendfilmtage.ch.

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