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20.03.2017 - 12:23 Uhr

Kanton erlässt neuen Lehrplan


Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) hat den neuen Zürcher Lehrplan der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bildungsdirektorin habe sich erfreut darüber gezeigt, dass aus der Vernehmlassung eine breit akzeptierte Lösung hervorgegangen sei, hinter der auch die Berufsverbände stehen würden, schreibt die Bildungsdirektion in einer Mitteilung. «Wir wollten einen Lehrplan, der breit abgestützt ist. Ich bin sehr zufrieden, dass wir dieses Ziel erreicht haben», sagte Steiner. Mit dem Zürcher Lehrplan 21 setze der Bildungsrat den Auftrag der Bundesverfassung um, die Ziele der Volksschule zu harmonisieren. Im neuen Lehrplan sind Kompetenzen formuliert. Diese legen fest, welches Wissen und Können die Schülerinnen und Schüler in der Volksschule erwerben sollen.

Englischunterricht neu ab der 3. Klasse
Der neue Zürcher Lehrplan sieht vor, dass der Englischunterricht neu in der 3. Klasse beginnt, statt wie bisher in der 2. Klasse. Bei den Fremdsprachen werden am Anfang mehr Stunden zur Verfügung stehen. Der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) wird gestärkt durch je zwei Lektionen Medien und Informatik auf der Primar- und der Sekundarstufe sowie eine zusätzliche Lektion Natur und Technik auf der Sekundarstufe. In der 2. Klasse der Sekundarstufe steht neu eine Lektion für Berufliche Orientierung zur Verfügung.

Neue Lektionentafel nimmt zentrale Forderungen auf

«Die unter anderem von den Verbänden der Lehrpersonen gestellte Forderung, dass die Zahl der Wochenlektionen für die Schülerinnen und Schüler mit dem Alter kontinuierlich zunehmen sollte, ist in der Lektionentafel umgesetzt», so die Bildungsdirektion. Mit der neuen Lektionentafel sei auch kein Abbau der Lektionen verbunden, die in Halbklassen oder im Teamteaching unterrichtet würden, auch dies sei eine zentrale Forderung der Berufsverbände in der Vernehmlassung gewesen. Die Noten im Zeugnis bleiben mit dem neuen Lehrplan erhalten.

Handarbeit soll nicht im Gesetz geregelt werden

Handarbeit solle neu nicht mehr im Gesetz geregelt werden. Eine deutliche Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden habe befürwortet, dass die Lektionen in Handarbeit nicht mehr im Gesetz festgeschrieben werden, sondern wie alle anderen Fächer behandelt werden. Auch eine moderate Reduktion der Lektionen findet breite Unterstützung. Die neue Lektionentafel des Lehrplans nimmt diese Anliegen auf. Die vorgesehene Gesetzesänderung liege in der Kompetenz des Kantonsrats.

Einführung des Zürcher Lehrplans 21
Die Schulen und Lehrpersonen bereiten sich ab dem kommenden Schuljahr auf die Arbeit mit dem neuen Lehrplan vor. Er tritt im Schuljahr 2018/19 im Kindergarten und in der Primarschule bis 5. Klasse in Kraft. Ab dem Schuljahr 2019/20 gilt der Zürcher Lehrplan 21 auch für die 6. Primarklasse und die Sekundarstufe. (pd./pw. / Foto: ho.)

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