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21.04.2017 - 10:34 Uhr

Im Provisorium werden Ideen ausprobiert


Die Tonhalle zieht um: Im Provisorium beim Bahnhof Hardbrücke will man einige Neuerungen bieten. Auf den ursprünglich angedachten Shuttle-Dienst zum Maag-Areal wird verzichtet.

Mitte Jahr beginnen die Bauarbeiten, danach soll die Tonhalle wieder in altem Glanz erstrahlen. Die Sanierung der Tonhalle und des Kongresshauses dauert drei Jahre. 2020 möchte man wieder in den geschichtsträchtigen Sälen an der Claridenstrasse einziehen. Doch bis es so weit ist, spielt das Tonhalle-Orchester Zürich im Exil in Zürich West. Auf dem Maag-Areal wird aktuell am Provisorium gebaut. Entstehen soll ein Konzertsaal mit 1224 Plätzen. Eröffnungstermin ist der 27. September – pünktlich zum Start der Saison 2017/2018. An einer Medienkonferenz – passenderweise ebenfalls in provisorischer Umgebung an der vorübergehenden Wirkungsstätte – wurde kürzlich das neue Programm vorgestellt.
Offensichtlich ist, dass man die Zeit im Provisorium Tonhalle Maag gut nutzen möchte. «Neu ist immer auch anders», erklärte Orchestervertreter Kaspar Zimmermann. Man wolle nicht einfach alles gleichmachen. «Schöner ist, die neuen Orte neu zu nutzen», ergänzte der Oboist.

«Hoffentlich können wir 2020 ganz viele Ideen auch wieder in die Tonhalle mitnehmen», betonte Intendantin Ilona Schmiel. Zu den Neuerungen gehören unter anderen Kammermusik-Lunchkonzerte im Kaufleuten, ein Kombi-Abo mit dem Moods oder das Abo «visual & staged», welches Filmmusik und visuelle Produktionen beinhaltet. Zudem wird es Konzerte in der Johanneskirche am Limmatplatz oder ein Open-Air-Konzert am 17. Juni 2018 auf dem Münsterhof geben.

Anderer Ort für kleine Formate
Gleichzeitig legt man aber auch Wert darauf, die treuen Zuhörer nicht zu verlieren. Bereits zwei Drittel der Abonnenten hätten ihr Abo erneuert, wie Schmiel betont. «Mit dem Umzug musste man sich überlegen, wo kleine Formate stattfinden können», sagte Orchestervertreter Zimmermann. Da ein zusätzlicher kleiner Saal wie in der Tonhalle fehlt, habe man in der Umgebung des Maag-Areals eine Alternative gefunden. «Die Johanneskirche passt für Kammermusik sehr gut.»
Chefdirigent Lionel Bringuier freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem australischen Komponisten, Bratscher und Dirigenten Brett Dean. Dieser wurde als «Creative Chair» berufen. Dieser Titel wird seit 2014 jeweils an einen bedeutenden Komponisten vergeben, der während einer Saison regelmässig auftritt.
2018 feiert die Tonhalle-Gesellschaft Zürich ihr 150-jähriges Bestehen. Geplant sind verschiedene Sonderprojekte, darunter die Inszenierung von Joseph Haydens komischer Oper «Lo speziale», die «Chinese New Year»-Gala sowie der «Clash of Soloists» des Künstlerduos Igudesman & Joo. Diese Produktion wird den Auftakt zu den Festspielen Zürich im nächsten Jahr darstellen. «Wir reflektieren die Geschichte, aber wir inszenieren auch die Zukunft», kündete Intendantin Schmiel an.

Tramlinie 8 ab Dezember
Die Tonhalle-Gesellschaft hatte sich ursprünglich überlegt, während der Sanierung ein Shuttle zum Maag-Areal anzubieten. Darauf wird nun jedoch verzichtet, wie Schmiel bekannt gab. «Das Tram 8 hält ab Dezember direkt vor der Tonhalle Maag.» Das Gebiet sei sehr gut erschlossen. «Es gibt keinen Grund, nicht zu uns zu kommen», fügt die Intendantin an. (pw./Visualisierung: zvg.)

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