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10.08.2017 - 15:02 Uhr

«Wir hätten das Central behindertengerechter gewünscht»


Foto: ls.

Am kommenden Samstagmorgen um 5 Uhr 45 kurvt das erste Tram übers umgebaute Central. Schon jetzt ist jedoch klar: Für Rollstuhlfahrer, gehbehinderte Menschen und Familien mit Kinderwagen wird die Situation nicht markant besser. Joe Manser von der Fachstelle für hindernisfreies Bauen sagt, natürlich hätte man das Central besser gewünscht für Behinderte. Sprich, einen ebenerdigen Einstieg in die Trams, wie dies etwa Standard in München und Barcelona ist. Manser relativiert aber: «Immerhin gibt es jetzt überall 16 cm hohe Haltekanten. So sind alle Trams wenigstens mit den vom Tram ausklappbaren Rampen befahrbar.» Vorher seien die Haltekanten teilweise so niedrig gewesen, dass die Steigung für das Befahren zu gross waren. Manser will der Stadt keinen Vorwurf machen wegen dem Umbau. «Die VBZ tut eigentlich, was sie kann. Denn sie hat wenig Interesse, jeweils einen Zeitverlust einzufahren, weil der Trampilot aussteigen und dem Rollstuhlfahrer helfen muss.»

Auf Anfrage erklärt Stefan Hackh vom Tiefbauamt der Stadt Zürich, man habe wegen den engen Kurvenradien der Tramschienen keine höheren Haltekanten bauen können. «Verbessert hat sich spürbar die Platzquerung für Behinderte», so Hackh. (ls.)

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