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13.08.2017 - 14:18 Uhr

Streetparade: Polizei verhaftet 130 Personen


Auch die diesjährige Streetparade zog die Massen an. Hier vor der Bühne auf dem Sechseläutenplatz. Foto: pw.

Geschätzte 900’000 Feierende haben gemäss Veranstalter an der Streetparade 2017 in Zürich getanzt. Um 14 Uhr ging es im Seefeld los, die 25 Lovemobiles zogen begleitet von vielen Tanzwütigen über die Quaibrücke, um das Seebecken, eine rund zwei Kilometer lange Route entlang zum Hafen Enge.

Die Stadtpolizei zeigt sich in einer Mitteilung zufrieden: «Die Sicherheitsmassnahmen des Veranstalters sowie von Stadt- und Kantonspolizei Zürich haben sich bewährt.» Trotzdem hätten die Polizistinnen und Polizisten in den späten Abendstunden und im Verlauf der Nacht diverse Einsätze wegen verschiedenen Streitereien, Tätlichkeiten und Körperverletzungen leisten müssen. «In den meisten Fällen war der Grund vermutlich übermässiger Alkohol- und/oder Drogenkonsum. Die Auseinandersetzungen verliefen grösstenteils glimpflich und ohne schwerwiegende Verletzungsfolgen», so die Stapo in ihrer Mitteilung. Mit zunehmender Uhrzeit hätten die Aggressionen gegen Polizistinnen und Polizisten zugenommen. Aufgrund dessen wurden mehrere Personen wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte verhaftet. Weiter gab es vereinzelte Anzeigen wegen sexuellen Belästigungen. Wie bereits am Nachmittag und frühen Abend kam es auch in der Nacht zu weiteren Entreissediebstählen und Raubstraftaten, bei denen teilweise Reizstoff eingesetzt wurde. Im Kreis 1 wurde zudem ein Mann mit einer Stichwaffe bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt.

«Stadt- und Kantonspolizei verhafteten im Verlauf des Samstags und in der darauffolgenden Nacht rund 130 Personen aus 25 verschiedenen Nationen im Alter von 15 bis 49 Jahren», heisst es in der Mitteilung weiter. Gründe für die Festnahmen seien Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hinderung einer Amtshandlung, Sexuelle Belästigung, in Umlaufsetzen von Falschgeld und Widerhandlung gegen das Ausländergesetz gewesen.

19 Personen in Ausnüchterungsstelle eingeliefert
Insgesamt 19 Personen mussten nach übermässigem Alkohol- und oder Drogenkonsum und Fremd- oder Eigengefährdung in die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAB) gebracht werden. Die Polizei nahm 35 Betäubungsmittelhändler fest. Es wurden rund 570 Ecstasytabletten, rund 110 Gramm Cannabis, rund 85 Gramm Kokain und rund 10 Gramm MDMA sichergestellt. Weiter Bargeld im Wert von rund 2‘500 Franken und rund 1‘700 Euro.

Die Polizei verzeigte zudem mehrere illegale Händler, aber auch Standbetreiber, welche die Schlusszeiten nicht einhielten. Zudem gab es vereinzelt Verzeigungen wegen Lärm und der widerrechtlichen Benutzung der Boulevardcafé-Fläche. Kurz nach 01.15 Uhr wurde am Mythenquai im Kreis 2 eine illegale Party aufgelöst und die Musikanlage sichergestellt. Gegen den Veranstalter wurde ein Verfahren eröffnet.

Positive Bilanz von Schutz & Rettung
Auch in diesem Jahr kann Schutz & Rettung eine positive Bilanz zur Street Parade verzeichnen, nachdem die Behandlungszahlen erneut zurückgegangen sind. Wie Schutz & Rettung in einer Mitteilung festhält, liege die Zahl der Behandelten mit 526 Personen um fast 24 Prozent tiefer als im Vorjahr (690). Erfreulich sei die Tatsache, dass keine schweren und lebensbedrohlichen Verletzungen behandelt werden mussten.

Der ständige Aufruf zu gutem Schuhwerk sowie die Anstrengungen des Veranstalters (Abfallkonzept) scheinen sich positiv ausgewirkt zu haben. «Mit 145 behandelten Schnittverletzungen ist diese Zahl gegenüber dem Vorjahr (280) massiv zurückgegangen. Allerdings sind die Behandlungen infolge übermässigem Alkohol- und/oder Drogenkonsum prozentual zu den Gesamtzahlen angestiegen (273 gegenüber 255 im Vorjahr)», so Schutz & Rettung. Weitere Behandlungsgründe an den Sanitätsposten waren Prellungen, Stauchungen und Brüche (59 gegenüber 48 im Vorjahr) sowie Insektenstiche und allergische Reaktionen (37 gegenüber 19 im Vorjahr). (pd./pw.)

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