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28.09.2017 - 07:30 Uhr

Elefäntchen Omysha geht jetzt in die Schule

Zeig her, deinen Rüssel: Elefäntchen Omysha macht bei diesem Schulbesuch im Zoo Zürich eifrig mit. Fotos: Pascal WiederkehrMit dem Stock zeigen die Pfleger, wo ein Körperteil positioniert werden soll.Mit der Pfeife signalisieren sie, ob die Aufgabe erfüllt wurde.«Die Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen», führte Zoo-Kurator Robert Zingg aus.Die Zusammenarbeit ist wichtig, weil die Pfleger unter anderem die Zähne der Elefanten kontrollieren müssen.Als Belohnung gibt es Leckerbissen, ...... die Äpfel mögen Elefantendame Indi und ihr Töchterchen Omysha besonders gern.Wenn der Zoo ruft, dann kommen die Medien. Elefanten sind immer ein gutes Motiv.Die jüngste im Bunde – die im Januar geborene Ruwani – muss noch nicht in die Schule.

Im Zoo Zürich haben die Elefanten keinen direkten Kontakt mit den Pflegern. Trotzdem müssen die Dickhäuter lernen, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Der Umzug von der alten Anlage in den Elefantenpark Kaeng Krachan im Jahr 2014 brachte für die Tiere und ihre Pflegerinnen und Pfleger grosse Veränderungen mit sich: Der Zoo Zürich stellte vom direkten auf den geschützten Kontakt um. Will heissen: Die Tierpfleger bewegen sich nicht mehr im gleichen Gehege wie die Dickhäuter. Während sie früher direkt Befehle erteilen konnten, müssen die Elefanten nun freiwillig kooperieren.
Die Umstellung ist punkto Sicherheit ein Vorteil. «Davor musste man ständig auf der Hut sein», sagte Kurator Robert Zingg bei einem Medienapéro. Zudem können die Elefanten in ihren sozialen Strukturen leben und werden nicht von Menschen dominiert. Doch das birgt Herausforderungen: «Die Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen», führte Zingg aus. «Zwingen können wir sie nicht.»

Narkosen wenn möglich vermeiden
Die Kooperation ist unter anderem für Fusspflege, Rüsselspülungen zur Feststellung von Krankheiten, Kontrolle der Zähne, Blutentnahme oder andere medizinische Untersuchungen zwingend. Narkosen sollen laut Zingg wenn möglich vermieden werden. Doch damit die Kooperation klappt, müssen die Elefanten ausgebildet werden.
Besonders viel zu lernen gibt es für die dreijährige Omysha. Sie wurde kurz nach der Eröffnung des Elefantenparks im Zoo geboren. Im Gegensatz zu ihrer Mutter Indi, bei der teilweise schon Handzeichen reichen, braucht es bei ihr etwas mehr Überzeugungsarbeit. Zum Einsatz kommen der sogenannte Targetstock, ein Bambusstock, an dessen Spitze ein Plastikball angebracht ist, sowie eine Pfeife. Mit dem Stock zeigen die Pfleger, wo ein Körperteil positioniert werden soll, mit der Pfeife signalisieren sie, ob die Aufgabe erfüllt wurde. Als Belohnung gibt es Apfel oder eine andere Leckerei. Das Ziel: Omysha soll später ohne Belohnung wissen, was die Pfleger von ihr wollen. Am Medienanlass klappte alles perfekt. Die Elefanten folgten den Anweisungen ihrer Pfleger ohne zu zögern. Als es darum ging, das Vorderbein für die Fusspflege zu heben, tat es Omysha ihrer Mutter Indi artig gleich. Und als Belohnung gab es Apfel. Dafür sperrten die Elefanten das Maul gerne weit auf.

Ruwani noch nicht im Schulalter

Bis der jüngste Nachwuchs im Elefantengehege die ersten Lektionen erhält, wird es noch dauern: Das im Januar geborene Kälbchen Ruwani hat zwar mittlerweile die Tierpfleger «als Quelle interessanter Sachen entdeckt», wie Kurator Zingg erzählte, allerdings sei es zu früh für eine geregelte Zusammenarbeit. Aber: «Sie wird noch in die Schule gehen.» (pw.)

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