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05.10.2017 - 09:23 Uhr

Fast jeder zweite Neuwagen ein Allradler


Foto: A.J.Minor

Die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein sind und bleiben die 4x4-Könige Europas. Im abgelaufenen September wurden 24'520 neue Personenwagen immatrikuliert, ein Minus von 6,2 Prozent im Vergleich zum starken Vorjahresmonat. Davon verfügten 12'153 Fahrzeuge über Allradantrieb - eine Rekordquote von 49,6 Prozent. Gleichzeitig sinktdie Diesel-Nachfrage im September auf einen Marktanteil von 33,9 Prozent, beide Effekte haben einen negativen, sprich: erhöhenden Einfluss auf die CO2-Bilanz der Importeure.

Der Gesamtmarkt ist durch den leichten Rückgang im September minimal ins Minus gerutscht. In den ersten drei Vierteln des laufenden Jahreswurden 231'483 neue Personenwagen eingelöst, hier fehlen lediglich 300 Einheiten oder 0,3 Prozent auf den Vorjahresstand zum gleichen Zeitpunkt. Das könnte sich bereits im Oktober wieder ändern, denn in den vergangenen Monaten zeigte sich ein Bild der ständig wechselnden Plus- und Minus-Vorzeichen für die kumulierten Zahlen im laufenden Jahr.

Nach neun Monaten stehen ein Allrad-Hoch von 46,4 Prozent (2016: 43,5Prozent) und ein Diesel-Tief von 36,7 Prozent Marktanteil (2016: 39,4Prozent) zu Buche. Diese Kombination stellt für die Mitglieder von auto-schweiz eine doppelte CO2-Herausforderung dar. Der 4x4-Antrieb sorgt durch höheres Gewicht und mehr benötigte Vortriebsleistung für leicht höhere Verbrauchs- und CO2-Werte. Der niedrige Diesel-Anteil wiederum führt einen ähnlichen Effekt herbei, denn von der Zurückhaltung beim Selbstzünder profitiert vor allem der um rund einen Viertel weniger effiziente Benziner. Dieser erklimmt mit 58,0 Prozent Marktanteil nach neun Monaten längst vergessene Höhen (2016: 55,9 Prozent). Die Zuwächse bei den alternativen Antrieben auf 5,3 Prozent Marktanteil fallen deutlich geringer aus (2016: 4,7 Prozent).

Andreas Burgener, Direktor von auto-schweiz, hat eine klare Botschaft: «Wir müssen aufhören, den Diesel kaputt zu reden und ihn schlechter zu machen, als er ist - sonst droht ein CO2-Debakel. Die Luftqualität in der Schweiz, auch bei den Stickoxiden, ist exzellent und war trotz Verkehrswachstum der vergangenen Jahrzehnte seit Beginnder Messungen noch nie so hoch. Wie Bundespräsidentin und Verkehrsministerin Doris Leuthard und auch das Bundesamt für StrassenASTRA immer wieder betonen: Es braucht in der Schweiz definitiv keineDiesel-Fahrverbote. Deshalb muss niemand Angst vor massiven Wertverlusten haben, wenn er heute einen Selbstzünder kauft.» (pd./Foto: A. J. Minor)Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen unter www.auto.swiss zur Verfügung.

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