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10.11.2017 - 07:32 Uhr

Stadtrat bewilligt 3 Millionen Franken für Entwicklungshilfe


Foto: mai.

29 Hilfswerke aus der ganzen Schweiz reichten der städtischen Fachkommission für die Hilfe an Entwicklungsländer 76 Gesuche um Projektbeiträge ein; im Vorjahr waren es ebenfalls 76 Gesuche gewesen. Die Kommission empfahl dem Stadtrat, 59 Projekte finanziell zu unterstützen. Von den Hilfswerken wurden vor allem Gesuche eingereicht, die zur Nahrungsmittelsicherheit und zur Berufsbildung beitragen, teilt der Stadtrat mit. Die Kommission empfiehlt zudem die Unterstützung von Projekten, die sich auf die Unterstützung von Teenager-Müttern und die Verwendung von holzsparenden Kochöfen spezialisieren. Der Stadtrat ist den Empfehlungen der Kommission gefolgt und hat Beiträge in der Gesamthöhe von 3 Millionen Franken (Vorjahr: 48 Projekte, 3 Millionen Franken) bewilligt.

Ausgewählte BeispieleDas Projekt von «Brücke – Le Pont» zur Erlangung eines Berufszertifikats in Bolivien wird mit 40 000 Franken unterstützt. Da es in Bolivien keine Berufsausbildung wie in der Schweiz gibt, verfügen die Berufsleute zwar über gute Kompetenzen, nicht aber über ein Diplom oder ein Zertifikat. Die bolivianische Regierung hat das Problem erkannt und das «Plurinationale System der Zertifizierung von Kompetenzen» ins Leben gerufen. Das Projekt hilft den Berufsleuten mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung bei der Vorbereitung auf die theoretische und praktische Prüfung sowie beim Zusammenstellen ihrer persönlichen Dossiers. Mit dem Berufszertifikat kann ein höherer Lohn ausgehandelt werden.

Mit 20 000 Franken wird ein Projekt von «Interteam» am Viktoriasee in Tansania unterstützt, damit Teenager-Mütter, die die Schule abgebrochen haben, den Schulabschluss nachholen können. Sie erhalten Nachhilfeunterricht, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und bei der Jobsuche. Der Schulabschluss ist in Tansania sehr wichtig, da ohne diesen keine adäquat bezahlte Anstellung erfolgt und die Armut droht.

In der Provinz Cotopaxi in Ecuador ist die Nachfrage nach holzsparenden Kochöfen besonders gross. Noch immer kochen viele Familien entweder im Freien oder in ihren Lehmziegelhütten über offenem Feuer. Die Rauchgase der offenen Feuerstellen verursachen chronische Atembeschwerden; durch die gebückte Haltung haben die Frauen oft Rückenschmerzen. 35 Familien erhalten einen geschlossenen Holzkochherd mit einem Rauchabzug. In Schulungen werden die neuen Möglichkeiten zur Essenszubereitung gezeigt und wie die Herde zu pflegen sind. Für die Frauen bedeutet das eine grosse Arbeitsentlastung. Die Stadt Zürich unterstützt das Projekt von «Para los indigenas» mit 20 000 Franken. (pd.)

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