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14.11.2017 - 11:31 Uhr

Alles handgemacht am 1. Adventsmarkt im «Hadlaub»


«Etwas Schönes erschaffen»: Ursula Suter hatte die Idee eines Adventsmarkts an der Hadlaubstrasse 83. Foto: Christina Brändli

Heuer findet ein Adventsmarkt in der Stiftung Hadlaub statt. Klein und fein soll der Markt werden, betont Ursula Suter. Sie ist Bewohnerin der Hadlaub-strasse und gab den Anstoss zum Markt.

Am Sonntag, 26. November, ist es so weit: Im Gemeinschaftsraum der Stiftung Hadlaub präsentieren einige Bewohner ihre Handarbeiten dem interessierten Publikum. Den Anstoss zum 1. Adventsmarkt gab Ursula Suter. Sie lebt seit letztem Jahr in einer der 34 Wohnungen an der Hadlaub-strasse 83 und hat mit ihren Arbeiten in den letzten 20 Jahren einen Bazar für einen guten Zweck bestückt. Als Iwona Frei, Geschäftsführerin der Stiftung Hadlaub, von Ursula Suters Tätigkeit für den Bazar erfuhr und sich die Arbeiten anschaute, entstand die Idee, die Arbeiten im Rahmen eines Adventsmarktes in der Stiftung Hadlaub auszustellen und anzubieten. Die Stiftung gab sofort grünes Licht, hat aber mit der Organisation nichts zu tun.

Was das Herz begehrt
Suter begann andere Bewohner anzusprechen, ob sie nicht auch Lust hätten, mitzuwirken. «Die Reaktionen waren sehr zögerlich», meint Ursula Suter. Lange Zeit sah es so aus, als ob sie und ihre Nachbarin und Freundin Elsbeth Bornoz die Einzigen wären, die ihre Handarbeiten ausstellen würden. «In dieser Zeit begann mich der Gedanke zu beschäftigen, was die Leute mit ihrer vielen freien Zeit machen, und ich beschloss, falls wir für dieses Jahr niemanden für den Markt gewinnen können, die Bewohner durch den Adventsmarkt darauf aufmerksam zu machen, dass viele von ihnen auch etwas Schönes erschaffen könnten», erzählt Suter. Doch inzwischen ist die Anzahl der Mitwirkenden zum Glück gestiegen. Sieben Stände sind zurzeit geplant. Das Angebot wird von Bildern, Karten, Strickwaren über Kissen und Plaids bis zu Adventsgestecken, Konfitüren, Guetsli und Weihnachtsschmuck alles beinhalten, was ein Adventsmarktbesucherherz begehrt. «Auch wenn viele gezögert haben, mitzuwirken, ist es ein grosses Anliegen, dass die Besucher zu Kaffee und Kuchen eingeladen sind. Man ist stolz, hier zu wohnen, und möchte das auch zeigen.»

Suche nicht abgeschlossen
Doch Ursula Suters Suche nach weiteren kreativen Bewohnern ist noch nicht abgeschlossen: «Es geht den Menschen einfach auch besser, wenn sie etwas schaffen können. Es darf sich auch jeder gerne einfach auch dazusetzen und mitdenken.» Auch Aussenstehende sind willkommen, doch unter einer Bedingung: «Mir ist es wichtig, dass eine Beziehung entsteht. Wenn sich jemand dafür interessiert, bei uns mitzumachen, erwarte ich, dass die Person auch nach dem Markt bereit ist, beispielsweise eine Frage zu ihrem Handwerk zu beantworten oder Tipps zu geben. Nur um den Raum zu füllen, hätte ich genügend Bekannte.»
Ob der Adventsmarkt nächstes Jahr stattfindet, kann Suter noch nicht sagen: «Eine Bedingung ist sicher, dass ich nicht mehr alleine für die Organisation zuständig bin.» Ein wichtiger Faktor ist natürlich der Erfolg: «Wenn wir genügend Besucher anziehen und neue Interessenten finden, die nächstes Jahr ebenfalls einen Stand aufbauen möchten, warum nicht. Egal wie die Resonanz dieses Jahr ausfällt, Elsbeth und ich werden auf die schöne Zeit mit einem Gläschen Champagner anstossen.» (Christina Brändli)

Adventsmarkt am Sonntag, 26. November, von 14 bis 18 Uhr in der Stiftung Hadlaub, Gemeinschaftsraum (Stockwerk B), Hadlaubstrasse 83, 8006 Zürich.

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