Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich

04.12.2017 - 14:15 Uhr

Katholische Kirche Küsnacht kriegt ein neues Kleid


Sind die Arbeiten im nächsten Frühling abgeschlossen, dürfte die Kirche wieder für die kommenden 30 bis 40 Jahre gewappnet sein. (Foto: Fabio Lüdi)

Die Fassade der Katholischen Kirche in Küsnacht wird aufgefrischt. Läuft alles nach Plan, wird das Gerüst im Dezember abgebaut - allerdings nicht vollständig.

Seit gut drei Monaten präsentiert sich die katholische Kirche in Küsnacht umhüllt von Baugerüsten. Die Renovierungsarbeiten, die im September begonnen haben, wurden nötig, um die «Schönheit und die Ausstrahlung» des Bauwerks zu erhalten, wie die Kirchgemeinde auf ihrer Website schreibt.

Zuletzt wurde die Kirche 1984 instandgesetzt. Läuft alles nach Plan, kann am 11. Dezember mit dem Rückbau des Baugerüsts begonnen werden. Dann allerdings nur beim oberen Teil des Kirchenschiffs und des Kirchturms. Die Erneuerung des Aussenverputzes im Sockelbereich muss bis zum nächsten Frühling warten. Ob der Termin eingehalten werden kann, hängt vom Wetter ab: Wird es zu kalt, können auch die Arbeiten am Turm dieses Jahr nicht vollendet werden.

«Die Glasmaler und die Maler befinden sich im Endspurt», erklärt Architektin Sandra Risch Concilio von Greco Kubli Architekten AG. «Bleibt das Wetter gut, können auch die Steinmetze ihre Arbeit beenden.» Die Steinmetze werkeln momentan am Kirchturm. Dort kümmern sie sich, wie zuvor auch beim Kirchenschiff, um den Sandstein, der im Gebäude verbaut ist. Dieser ist an einigen Stellen beschädigt und muss entsprechend ausgebessert werden. Und das ist gar nicht so einfach: Während des über 100-jährigen Bestehens der Kirche hat der Stein eine eigene, ganz spezielle Patina angenommen. Woher der Rotstich kommt, ist nicht mit vollkommener Gewissheit zu sagen, es wird allerdings vermutet, dass die Nähe zur Bahnlinie dafür verantwortlich ist. Über die Jahre haben wohl Eisenpartikel der Schienen und Züge dem Sandstein dessen besondere Tönung verpasst, die nun zwei bis drei Millimeter tief in das Material gedrungen ist.

Camouflage am Mauerwerk

Ersetzen die Steinmetze nun einen Teil des Steins, müssen sie darauf achten, dass der verwendete Mörtel sich in die bestehende Farbumgebung einpasst. «Ob das gelungen ist, sieht man allerdings erst, wenn das Material getrocknet ist», erläutert die Architektin. Sollten sich einige Flickstellen optisch aber doch zu sehr von ihrer Umgebung abheben, wird dort mit Silikatkreide retuschiert. Eine Arbeit, die farbtechnisches Fingerspitzengefühl erfordert.

Wird es in den nächsten Tagen zu kalt, die Steinmetze sprechen von einem Richtwert von fünf Grad Celsius, müssen die Instandsetzungsarbeiten am Sandstein bis nächstes Jahr unterbrochen werden. In diesem Fall bleibt der Turm denn auch, zusammen mit dem Sockelbereich des Kirchenschiffs, bis zum nächsten Frühjahr eingerüstet. Kirchenpfleger Hanspeter Triet ist dennoch zufrieden mit der Arbeit der letzten Monate: «Im Hinblick auf den späten Start der Renovierung wurde wirklich zügig gearbeitet.» Die Arbeiten hätten sich aufgrund diverser Auflagen, etwa seitens der Denkmalpflege, verzögert.

Zeitplan grossenteils eingehalten

Im Grossen und Ganzen bewegen sich die Renovierungsarbeiten also im gesteckten Rahmen. Bisher wurde etwa die Bleiverglasung bei den Fenstern repariert und neu verkittet. Im oberen Bereich des Kirchenschiffs wurden zusätzlich noch Schutzverglasungen montiert, zuvor waren diese Fenster nicht mehr witterungsbeständig. Zudem wurde der Aussenverputz im Sockelbereich teilweise erneuert. Seit den letzten Arbeiten hätten sich an einigen Stellen Hohlräume zwischen Verputz und Wand gebildet, die nun ausgebessert werden. Auch wurde damals mit einer Farbe gestrichen, die mit organischen Zuschlagstoffen versetzt war, was zu Algenbefall führte. Daneben gab es natürlich noch viele Kleinigkeiten zu richten, etwa den neuen Blitzschutz oder die Installation eines Taubenschutzes und die Durchführung der Dachkontrolle. Sind die Arbeiten im nächsten Frühling abgeschlossen, dürfte die Kirche wieder für die kommenden 30 bis 40 Jahre gewappnet sein. (Fabio Lüdi)

< Kinder diskutieren über ihre Rechte

Anzeigen

Dossier Wahlen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 14. Dezemeber 2017
Zürich 2 vom 14. Dezember 2017
Zürich Nord vom 14. Dezember 2017
Zürich West vom 14. Dezember 2017
Küsnachter vom 14. Dezember 2017
Küsnachter Amtlich vom 14. Dezember 2017

Sonderzeitungen

Tonhalle
Lionstag
Abenteuer Stadt Natur 2017
Lernfestival'16
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger