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14.12.2017 - 07:16 Uhr

Baufreigabe erhalten: Jetzt startet Neubau

Frank Schweitzer leitet die Bauarbeiten aufseiten der «Zurich». Fotos: Pascal WiederkehrDer denkmalgeschützte, alte Hauptsitz wird vollständig renoviert.Das ganze Gebäude wurde für die Totalsanierung ausgehöhlt, ...... damit es nicht zusammenstürzt, stützen Pfähle den Bau.Draussen tut sich einiges. Hier hat sich ein Bagger als Modell zur Verfügung gestellt.Auch die Rohre wollten noch fotografiert werden.Derweil untersucht die Kantonsarchäologie Überreste von Pfahlbausiedlungen.So herausgeputzt sollen die sanierten Gebäude und der Neubau am Schluss aussehen. Visualisierung: Zürich Versicherung/zvg.

Bisher liefen am Mythenquai erst die Vorbereitungen: Im neuen Jahr beginnt die Zurich Versicherung mit dem Neubau. Parallel laufen archäologische Grabungen.

Mittlerweile sind sie abgerissen, doch früher ruhten sie auf Dutzenden von Holzpfählen. Die Rede ist von den nicht denkmalgeschützten Gebäuden der Zurich Versicherung an der Alfred-Escher- sowie Breitingerstrasse. Die Pfähle waren die Grundlage für ein stabiles Fundament, auf dem die Bauten standen. «Wir ersetzen für unseren Neubau die alten Pfähle durch Betonpfähle», erzählt Frank Schweitzer, der die Bauarbeiten aufseiten der Versicherung leitet. Insgesamt sind es 276 Bohrpfähle, die im Boden versenkt werden.

Der Volksmund bezeichnet den Mythenquai als Versicherungsmeile. Vor wenigen Wochen eröffnete die Swiss Re unweit der Zurich Versicherung ihren gläsernen Neubau («Zürich 2» berichtete). Bis zur Eröffnung des neuen Hauptsitzes der Zurich Versicherung dauert es noch bis Mitte 2020. Kürzlich erhielt das Unternehmen die endgültige Baufreigabe der Stadt.

Aktuell laufen die Vorbereitungsarbeiten, damit im Januar 2018 mit dem Untergeschoss des Neubaus begonnen werden kann. Bis 2020 sollen die drei denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände der Zürich Versicherung renoviert und erdbebensicher gemacht werden. Einerseits der ursprüngliche 116-jährige Hauptsitz, andererseits ein Quergebäude im Innenhof sowie ein Erweiterungsbau an der Marsstrasse. Vor einem Jahr hatte der Abriss der nicht geschützten Gebäude begonnen, die einem Neubau des Wiener Architekten Adolf Krischanitz weichen. «Die grösste Herausforderung ist, dass wir gleichzeitig neu bauen und alte Gebäude erhalten müssen», erklärt Schweitzer an einer Führung für «Zürich 2».

5000 Jahre alte Funde
Bis Frühjahr 2018 dauert der Rückbau noch, dann werden die letzten Bohrpfähle betoniert sein. Parallel dazu untersucht die Kantonsarchäologie bis März nächsten Jahres die Überreste mehrerer jungsteinzeitlicher Pfahlbausiedlungen. «Die Funde datieren zwischen 3000 und 2500 vor Christus», erklärt Hans-Peter Bissegger, Gesamtprojektleiter bei der Zurich Versicherung. Gefunden werden unter anderem Holzpfähle und Scherben. «Wegen der archäologischen Schichten dürfen wir nur ein Untergeschoss bauen», so Bissegger. Als Nächstes stehen nun das Fundament sowie das Untergeschoss des Neubaus an. Ende 2018 sollte der Rohbau fertig sein. Dann folgt der Innenausbau bis Ende 2019. Danach wird bis zur Eröffnung die gesamte Gebäudetechnik getestet. «Aktuell läuft alles nach Zeitplan», freut sich Bissegger, «und mit der Quartierbevölkerung pflegen wir einen guten nachbarschaftlichen Kontakt.» Für das Quartier entsteht ein öffentliches Café auf dem Gelände, zudem kann das Auditorium am Wochenende gemietet werden. Vom See wird man zukünftig auf einen 25 Meter hohen Glasturm blicken, an der Alfred-Escher-Strasse ist eine Steinfassade geplant. Bis zu 1300 Menschen werden später an diesem Standort arbeiten. Zurich strebt hohe Nachhaltigkeitsstandards an und ist der 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet.

8,35 Millionen für Hafenpromenade

Dafür, dass das Unternehmen höher bauen darf, zahlt es der Stadt einen sogenannten Mehrwertausgleich von 8,35 Millionen Franken an die Erneuerung der Hafenpromenade Mythenquai. Diese wird von der Stadt laut Bissegger wohl erst in Angriff genommen, nachdem die Swiss Re das Mythenschloss neu gebaut hat. «Wichtig ist, dass die erneuerte Promenade der Bevölkerung, den Mitarbeitenden und der ganzen Stadt zu gute kommt», findet Bissegger. Bis es so weit ist, werden in den nächsten zwei Wochen die Kräne für den Neubau aufgestellt. (pw.)

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