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12.01.2018 - 13:18 Uhr

Warum Weihnachtsbäume in der Verbrennung landen


Bioabfall oder Hauskehricht? Die Stadt rät, den Weihnachtsbaum mit dem Hauskehricht entsorgen zu lassen. Foto: Lorenz Steinmann

Noch bis Ende Januar kann man Weihnachtsbäume gratis dem Hauskehricht mitgeben. Der Test, die trockenen Bäumchen mit der Grünabfuhr als Bioenergie zu nutzen, wurde wieder beendet.

Die Kehrichtwagen von Entsorgung + Recycling Zürich nehmen ausgediente Weihnachtsbäume noch bis Ende Januar mit – kostenlos. Freilich gelten die Bäumchen als simpler Hauskehricht, müssen also neben den grauen Containern mit den Zürisäcken deponiert werden.
Auf Anfrage erklärt Leta Filli, ERZ-Mediensprecherin, man habe den Test, die Weihnachtsbäume als Grünabfuhr zu behandeln, wieder beendet. «Wir haben es nach dem Start der Vergäranlage im Werdhölzli probiert, und es hat sich nicht bewährt», so Filli. Einerseits hätten die Verunreinigungen durch Lametta, Kerzenwachs und Kunstschnee zu Störungen im Vergärprozess geführt. Und: «Oft wird versucht, das Leben der Weihnachtsbäume mit Haarspray zu verlängern», erklärt Filli weiter. Auch diese Chemikalien seien schädlich für den Vergärprozess. Zudem sei der Vergasungswert eines Christbaums, etwa im Vergleich zu Laub oder Küchenabfällen, viel geringer.
Fazit: ERZ hat den dreijährigen Test klammheimlich wieder beendet. Reklamationen gab es deswegen laut Leta Filli keine. Sie räumt ein, dass man unbehandelte und saubere Weihnachtsbäume im Prinzip schon der Grünabfuhr beimischen könne. «Ideal wäre Häckseln, doch auch eine Stückelung, damit der Baum in den Grüncontainer passt, ist möglich», gibt die Mediensprecherin Praxistipps.

Rund 80 000 Bäumchen

Sie schätzt, dass in Zürich jedes Jahr rund 80 000 Christbäumchen zum Einsatz kommen. Der Weihnachtsbaum wird üblicherweise einige Tage vor dem Heiligen Abend aufgestellt. Während er bei reformierten Gläubigen traditionellerweise nach dem 6. Januar abgeschmückt und entsorgt wird, bleibt er bei katholischen Familien oft bis am Sonntag darauf stehen – mit dem Risiko, dass die Äste dann spindeldürr und hochgradig brandgefährlich sind.

Immerhin: Während rund um Zürich einige Bäumchen in Flammen aufgingen, gab es in Zürich bis Redaktionsschluss glücklicherweise keine Feuerwehreinsätze von Schutz & Rettung wegen brennender Christbäume. (ls.)

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