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13.01.2018 - 08:15 Uhr

Wie der Kanton Bitcoins besteuert


Guthaben in Kryptowährungen unterliegen wie andere Vermögenswerter der Vermögenssteuer und seien im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis der Steuererklärung zu deklarieren, teilt der Kanton mit. Unbeachtlich sei in der Regel hingegen der Einfluss von Krypto-Kursgewinne und -Kursverluste auf die Einkommenssteuer.

Kryptowährungen sind digitale Rechnungseinheiten, die als Zahlungsmittel und Kapitalanlage dienen können. Einheiten in Kryptowährungen (Coins) sind keine Wertpapiere, sondern von einem Protokoll und der dahinterliegenden Technologie abhängige digitale Zahlungsmittel.

Wie Bargeld oder Gold
Der Besitz von Einheiten in Kryptowährungen wie Bitcoin sei wirtschaftlich vergleichbar mit dem Besitz von Bargeld oder Edelmetallen, heisst es in einer Medienmitteilung der kantonalen Finanzverwaltung von gestern Freitag.
Dieser Hinweis gelte nur für Bitcoin und für Kryptowährungen, die mit Bitcoin vergleichbar sind.

Guthaben in Kryptowährungen unterliegen demnach der Vermögenssteuer. Aus Gründen der Einfachheit seien diese im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis als „übrige Guthaben“, mit Angabe der Bezeichnung der Kryptowährung zu deklarieren. Der Nachweis habe mittels eines Ausdrucks der digitalen Brieftasche (Wallet), Stand per Ende der Steuerperiode, also Ende Jahr, zu erfolgen.

Für Bitcoin publiziere die Eidgenössiche Steuerverwaltung einen Jahresendsteuerkurs, schreibt der Kanton. Andere Kryptowährungen seien zum Jahresschlusskurs der für diese Währung gängigsten Börsenplattform zu deklarieren.

Steuerfreie Kapitalgewinne
Kapitalgewinne aus beweglichem Privatvermögen hingegen seien steuerfrei und Kapitalverluste steuerlich unbeachtlich. Gehören Kryptowährungen zum Geschäftsvermögen gelten laut der kantonalen Finanzdirektion die steuerrechtlichen Bestimmungen über die selbständige Erwerbstätigkeit. Dies gelte insbesondere für den gewerbsmässigen Handel mit Kryptowährungen. Für die Abgrenzung zur privaten Vermögensverwaltung werde die Praxis zum gewerbsmässigen Wertschriftenhandel sinngemäss angewendet.

Das Schürfen (Mining) von Kryptowährungen durch Zurverfügungstellung von Rechenleistung gegen Entgelt durch eine natürliche Person führt bei dieser zu steuerbarem Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit. (pd/Foto: mai)

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