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09.02.2018 - 07:19 Uhr

Wahlkarussel: Elf Kandidaten kämpfen um acht Sitze


Am 22. April wählt Küsnacht den Gesamtgemeinderat. Mit elf Kandidatinnen und Kandidaten für acht Sitze ist die Auswahl gross. Zwei Namen kommen ganz neu ins Spiel. Eine Einschätzung.

Die Gemeinderatswahlen werden in Küsnacht umkämpft sein. So umkämpft wie schon lange nicht mehr. Für acht zu vergebende Sitze kandidieren elf Personen: sechs bisherige Kandidaten und fünf neue Anwärter. Weil mit der Einführung der Einheitsgemeinde nur noch acht Sitze anstatt wie bisher neun zu vergeben sind (der neunte Sitz wird automatisch vom Präsidenten der Schulpflege belegt), werden insgesamt drei Kandidaten überzählig sein.
Letztmals war die Auswahl im Jahr 2006 so gross. Damals kandidierten für neun Sitze zwölf Personen. Bei den letzten beiden Erneuerungswahlen, 2010 und 2014, war jeweils nur ein Kandidat oder eine Kandidatin mehr angetreten, als Sitze zur Verfügung standen. 2002 blieb gar eine Kampfwahl aus.

Fünf neue Kandidaten
Heuer treten von den bisherigen Gemeinderatsmitgliedern (obere Bildreihe, von links) mit Präsident Markus Ernst sowie Martin Wyss (beide FDP), Walter Matti (parteilos), Susanna Schubiger (glp), Ueli Schlumpf und Martin Schneider (beide SVP) sechs Vertreter erneut an. Bereits im Herbst haben die etablierten Parteien bekannt gegeben, mit welchen Kandidaten sie die Sitze der nicht zur Wiederwahl antretenden Ratsmitglieder Arnold Reithaar (SVP), Ursula Gross (FDP) und Gerhard Fritschi (SP) verteidigen wollen. Für die SVP tritt der 61-jährige Rechtsanwalt und Baujurist Ulrich Erb an. Die FDP setzt für die Nachfolge von Ursula Gross-Leemann wieder auf eine Frau: Sie nominiert die 39- jährigen Kommunikationsfachfrau Pia Guggenbühl. Den einzigen Sitz von «RotGrünPlus» will das linke Bündnis mit der 55-jährigen Personalleiterin Lucia Hegglin verteidigen.

Daneben werden mit der Publikation der endgültigen Kandidatenliste noch zwei neue Namen bekannt: Nicola Roos, 27-jähriger Wirtschaftsstudent, und Urs Esposito, 57- jähriger Architekt. Beide treten als parteiunabhängige Kandidaten an. Roos hat aus marketingtechnischen Gründen die einfache Gesellschaft «nicolaroos. ch» gegründet und gibt diese in den offiziellen Publikationen als Partei an. Er ist in Küsnacht aufgewachsen. Wie er sagt, wolle er «mit seiner Liebe zur Heimat und dem frischen Tatendrang als junger Abgänger der Universität St. Gallen der Gemeinde seine Dienste anbieten – um Küsnacht auch den zukünftigen Generationen glücksversprechend zu hinterlassen ». Urs Esposito lebt seit elf Jahren in der Gemeinde, hatte noch kein politisches Amt inne, ist aber aufgrund häufiger kritischer Interventionen in der Lokalpolitik kein unbeschriebenes Blatt. Zu seiner Kandidatur bewege ihn «die mangelnde Sorgfalt, mit welcher der amtierende Gemeinderat Planungs- und Bauprojekte in die Hand genommen hat und der Wunsch nach mehr Sach- und weniger Machtpolitik», erklärt er. Vor dem Hintergrund, dass SVP und FDP die grösste Wählerbasis haben – und mit Klemens Empting als Kandidat für das Schulpräsidium ein weiterer FDP-Vertreter auf dem Sprung in den Gemeinderat ist –, besteht die Chance, dass das Gremium noch stärker bürgerlich dominiert wird. Gleichzeitig steht mit Hegglin eine Kandidatin zu Wahl, mit der faktisch das Sitzverhältnis gewahrt werden könnte. Wie weit links die SP-Kandidatin steht, ist indes noch schwer abzuschätzen, war sie doch bereits von 2006 bis 2010 Gemeinderätin – damals allerdings als Vertreterin des Bürgerforums.

Mit Roos und Esposito treten zwei Kandidaten an, die ausserhalb der Parteilinien politisieren. Ihre Wahl würde für einen Aufbruch stehen – beim einen aufgrund des Alters, beim anderen aufgrund seiner bisherigen Positionierung. (aj.)

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