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12.03.2018 - 08:31 Uhr

Oerlikon hat wieder sein eigenes Bier


David Schulze (l.) und Daniel Frei vor ihrer Brauerei. Foto: kst.

Von 1885 bis 1905 wurde in Oerlikon schon Bier gebraut. Jetzt ist eine neue Brauerei Oerlikon ins Leben gerufen worden. Gegründet hat sie der Schauspieler Daniel Frei aus Freude am Brauen.

Begonnen hat Daniel Freis Begeisterung für das Bierbrauen mit seinem Umzug nach Oerlikon vor sechs Jahren. «Wir hatten einen grossen Garten, und ich begann zu gärtnern», erzählt er. «Einmal schenkte mir meine Frau ein Buch mit einem Brennnesselbier-Rezept, und ich dachte mir: Brennnesseln hat es hier genug – ich probiere es aus. Das Resultat überzeugte ihn, und als er Gelegenheit bekam, auf einem Bauernhof eine Occasions-Brauanlage zu erwerben, war der Grundstein für die Brauerei Oerlikon gelegt. «Ich hatte keine Ahnung vom Brauen», sagt der Schauspieler. «Also besuchte ich einen Braukurs und begann in der Küche und im Garten zu experimentieren.» Nicht mit Brennnesseln, sondern mit Gerste und Hopfen. Sein Kollege David Schulze, der beim Zürcher Theater Miller’s die Foyer Bar leitet, stellte das Bier in seiner Bar vor, es schlug ein wie eine Bombe. Immer mehr Bestellungen kamen hinzu von der «Chuchi am Wasser», der Wirtschaft Ziegelhütte, dem «Sphères», dem «Kafischnaps», «Bagel Boys», dem Tibits Oerlikon und dem «Landhus» in Seebach, um nur einige zu nennen, sodass Frei schnell an seine Grenzen stiess. Und das, obwohl er inzwischen tatkräftige Unterstützung beim Brauen von dem Regisseur Alex Kleinberger und von David Schulze bekam. «Der Garten und die Küche in Oerlikon waren viel zu klein, um diese Mengen produzieren zu können.» Also sah sich das Trio nach geeigneten Räumen um und wurde in Seebach an der Schärenmoosstrasse fündig. Hier haben sie sich eingerichtet mit einem grösseren Braukessel, Abfüllmaschine, Mühle für die Gerste und einem selbst gebastelten grossen Kühlraum. «Alles, was wir verdienen, investieren wir wieder», sagt Frei.

Alles Handarbeit
Rund 1000 Liter Bier produziert das Trio inzwischen pro Monat. Dabei wird alles von Hand gemacht: die Gerste gemahlen, mit grossen Holzkellen gerührt, in Flaschen abgefüllt, verkront und etikettiert. Bisher sind zwei Sorten im Angebot: ein etwas leichteres «Oerlik-Öhlsch» mit 5,5 Volumenprozent und ein «Oerlik-IPA» mit 6 Volumenprozent. Aber Daniel Frei hat noch viele Ideen. «Ich probiere immer wieder Neues aus. Auch ein Weizenbier würde mich reizen.»
Noch ist das Bierbrauen für alle drei Jungbrauer ein zeitintensives Hobby. «Aber es wäre schön, wenn es dereinst zum Hauptberuf werden könnte.»
Das Oerliker Bier ist in ausgesuchten Läden und Restaurants erhältlich. Es kann aber auch direkt bei der Brauerei gekauft werden. Mehr Infos: www.brauerei-oerlikon.ch. (kst.)

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