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13.03.2018 - 10:10 Uhr

Für weniger Konflikte mit Mountainbikern


Foto: pw.

Die Stadt Zürich hat neu ein Mountainbike-Konzept. Das Planungsinstrument für die städtischen Behörden soll für ein friedliches Nebeneinander von Mountainbikern, Spaziergängern, Wandern und Förstern sorgen.

Die Stadt Zürich bietet ein breites Angebot von Anlagen für Velofahrerinnen und Velofahrer, die etwas Action suchen: drei Bikepisten von 0,5 bis 3,5 Kilometer Länge, Bikepark, Pumptrack und Übungsplatz sowie drei Parks, auf denen Kinder die Geländefahrt spielerisch erlernen können. «Biken ist umweltschonend und Bewegungsfördernd», hielt Valentin Bamert, Präsident Züritrails, anlässlich einer Medienkonferenz fest. In der Stadt Zürich gibt es rund 50 000 «Gelegenheits»-Mountainbiker. Um die 8000 sind Hardcore-Mountainbiker.
Es kommt immer wieder zu Konflikten von Mountainbikern mit Fussgängern, Wanderern und Förstern, vor allem am Üetliberg. Deshalb wurde das städtische Mountainbike-Konzept ausgearbeitet.

Gemeinsames Konzept
Ende 2012 beschloss der Stadtrat den «Masterplan Velo» und bekräftigte damit seine Absicht, den Veloverkehr in der Stadt Zürich zu fördern. Mit dem Mountainbike-Konzept wurde 2015 gestartet. Es handelt sich um ein gemeinsames Konzept von Grün Stadt Zürich, Sportamt, Velolobby wie Züritrail, Pro Velo Zürich, Swiss-Cycling und Trailnet, dem Verein Zürcher Wanderwege, der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn SZU und anderen. Es dient als mittel- und langfristiges Planungsinstrument für die städtischen Behörden und wird alle fünf Jahre überprüft. Stadtrat Filippo Leutenegger stellte es zusammen mit Valentin Bamert den Medien vor. Das 30-seitige Konzept beschreibt den Ist- und Zielzustand für zehn Handlungsfelder und zeigt auf, welche Massnahmen in den kommenden Jahren entsprechend den räumlichen und finanziellen Möglichkeiten umgesetzt werden können. Ziel ist weniger Konflikte mit Mountainbikern.

Ein gemeinsamer Kodex
Unter anderem soll die Website stadtzuerich.ch/biken umfassender über das Angebot informieren, beispielsweise mit Veranstaltungshinweisen. Auch soll die Zufahrt zu den Bikeanlagen mit dem Velo erfolgen und gut erkennbar signalisiert sein. Weitere Handlungsfelder sind: Verhaltenskodex für alle Nutzungsgruppen, Zusammenarbeit der verschiedenen Interessensgruppen, Biketransport mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Abstimmung des Konzepts mit dem Kanton und Beobachtung der Massnahmenwirkung und des Bedarfs.
Bei den Bikeparks für Kinder gibt es in einigen Quartieren eine Anlage. Noch nicht abgedeckt sind aber Zürich-West, City, Seefeld, Witikon und Seebach. «Dort sollen bei Bedarf aus dem Quartier neue Anlagen entstehen können», betonte Leutenegger. Anwesende Bikefans sahen es anders: «Wir wünschen uns in jedem Quartier einen Bikepark.» Es soll nicht notwendig sein, dass zuerst der Bedarf ausgewiesen werden muss.

Bei den Anlagen für Jugendliche und Erwachsene hat laut der Stadt Zürich der Biketrail am Höckler Priorität. Heute endet die Piste mitten im Wald. Neu soll diese bis zur Allmend führen und an den Bikepark anschliessen. Die kantonale Schutzverordnung Üetliberg berücksichtigt dafür einen entsprechenden Korridor. Im Gebiet der Allmend soll zudem ein Singletrail als Übungsanlage für Anfängerinnen und Anfänger entstehen. (pm.)

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