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13.04.2018 - 17:34 Uhr

Eisenbahn-Grossprojekte sollen auf Kurs sein


Foto: rs.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat den jährlichen Standbericht zu den Eisenbahnausbauprogrammen publiziert. Dazu gehören die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT), die Hochgeschwindigkeitsanschlüsse, die Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB), der 4-Meter-Korridor und der Ausbauschritt 2025. Der Standbericht gibt zudem Aufschluss über den Stand der Arbeiten bezüglich der Lärmsanierung, der Einführung des Zugbeeinflussungssystems ETCS sowie der regionalen Projekte DML Zürich, CEVA Genf und Albulatunnel II. Alle Grossprojekte sind auf Kurs, heisst es in der Mitteilung des Bundesamts für Verkehr.

Bei der NEAT war 2017 das erste Betriebsjahr des Gotthard-Basistunnels. Die Erwartungen bezüglich der Zuverlässigkeit werden weitgehend erfüllt. Die Verkehrsmengen entwickeln sich derzeit unter anderem aufgrund der weiteren Bauarbeiten entlang der Transitstrecke noch langsam. Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels ab Ende 2020 und der Vollendung des 4-Meter Korridors wird die NEAT ihre volle Wirkung entfalten können.

Das Projekt zur Einführung von ETCS erreichte im vergangenen Jahr einen Meilenstein: Die schweizweite Umrüstung der Zugbeeinflussung auf dem Normalspurnetz zu ETCS Level 1 Limited Supervision konnte mit ganz wenigen Ausnahmen abgeschlossen werden. Die Sicherheit wird damit weiter erhöht. Die teure Ausrüstung der Lokomotiven mit mehreren Systemen entfällt.

Bei der Lärmsanierung der Eisenbahn zeigte sich 2017 im Rahmen vertiefter Abklärungen, dass die Bahnanwohner erheblich besser vor Lärm geschützt werden als bisher angenommen: Dank der ergriffenen Massnahmen sind heute mehr als 80 Prozent der Personen vor Lärm geschützt, die im Jahr 2000 betroffen waren, statt wie bisher angenommen 61 Prozent.

Sämtliche Grossprojekte werden aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes finanziert. Die Kosten sind bei allen Grossprojekten im Griff. Beim Ausbauschritt 2025 konnten dank weiterer Anstrengungen die prognostizierten Mehrkosten fast vollständig abgebaut werden. Die verbleibenden 27 Millionen sollen in den kommenden Jahren mit weiteren Projektoptimierungen eingespart werden. Die Inbetriebnahmetermine können nach heutigem Stand mit Ausnahme der bekannten Verzögerungen in den Knoten Genf und Bern eingehalten werden. (pd.)

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