Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich

17.05.2018 - 07:10 Uhr

Im Zoo schlüpften 101 Riesenschildkröten


Eine der 101 jungen Galapagos-Riesenschildkröten. Foto: Zoo Zürich

Ende April ist im Zoo Zürich die 101. Galapagos-Riesenschildkröte geschlüpft.
Eine Zeitlang hiess es «nicht ganz hundert», nun sind es «mehr als hundert»: Zwischen Anfang Februar und Ende April sind im Zoo Zürich neun Galapagos-Riesenschildkröten geschlüpft, darunter das 100. und das 101. Jungtier. Eltern aller dieser Jungtiere sind Nigrita und Jumbo.
Nigrita kam 1946 nach Zürich. Ihr damaliges Alter wurde auf etwa zehn Jahre geschätzt. Jumbo ist seit 1962 in Zürich. Er kam im Anschluss an eine Galapagos-Expedition des Bronx Zoo in New York hierher. Sein Alter wurde damals mit «juvenil» angegeben. Setzt man hierfür etwa 5 Jahre ein, so ist Jumbo heute etwa 61 Jahre alt.
Mit ihren rund 82 Jahren gehört Nigrita keineswegs zum «alten Eisen». 2006 etwa starben zwei Riesenschildkröten mit historischer Vergangenheit: Harriet starb 176-jährig. Sie soll Charles Darwin begegnet sein, der anno 1835 die Galapagos-Inseln besuchte und dort entscheidende Mosaiksteine für seine Evolutionstheorie fand. Mindestens 150 oder gar 256 Jahre alt soll die in Kalkutta verstorben Aldabra-Riesenschildkröte Adwaita geworden sein. Und die aus Madagaskar stammende Strahlenschildkröte Tu’i Malila soll von 1777 bis 1965 gelebt und somit ein Alter von 188 Jahren erreicht haben.
BIRNENFÖRMIGE EIGRUBE
Erste Eiablagen von Nigrita wurden 1980 in der Tierkartei festgehalten. Vor 29 Jahren, im Mai 1989, schlüpften dann die ersten beiden Jungtiere aus im Inkubator eingelegten Eiern. Beide Jungtiere wurden nur etwas über ein Jahr alt. Das eine starb an einer Knochenstoffwechselstörung, das andere an einer Lungenentzündung.
Im Schildkrötenhaus ist ein Bereich als Eiablagestelle mit einem speziellen Substrat ausgestattet. Hier gräbt Nigrita mit den Hinterbeinen eine Grube aus, die eine birnenförmige Form aufweist. In diese Grube lässt sie anschliessend ihre Eier fallen. Ist das Gelege vollständig – das können 4 bis 17 Eier sein – benetzt sie die Eier mit «Wasser» aus der Kloake und schüttet die Eigrube wieder zu. Dabei verwischt sie die Spuren so sorgfältig, dass der Eiablageplatz nicht mehr ersichtlich ist.
Um Verluste beim Ausgraben der Eier zu minimieren, überwacht der Zoo den Eiablageplatz während der Zeit der Eiablage (etwa zwischen Oktober und März) mit einer Kamera. In dieser Zeit kann Nigrita bis zu 3 Gelege produzieren; im Winter 2013/2014 beispielsweise legte sie insgesamt 24 Eier. Die Tierpfleger graben die Eier aus und legen sie im Inkubator ein. Die Eier sind fast ganz rund und haben einen Durchmesser von etwa 45 bis 65 Millimetern. Zum Vergleich: der Durchmesser eines Tennisballs liegt zwischen 65 und 68 Millimetern. Das Gewicht beträgt 100 bis 160 Gramm. Je nach Inkubationstemperatur dauert die Entwicklung etwa 110 bis 160 Tage. Bei höherer Temperatur – und damit kürzerer Inkubationszeit – entstehen tendenziell mehr Jungtiere weiblichen Geschlechts.
Nigrita hat bis anhin weit mehr Eier abgelegt, als die 101, aus denen Jungtiere geschlüpft sind. Die Gelegegrössen variierten, nicht alle abgelegten Eier waren befruchtet, Jungtiere starben vor dem Schlupf ab oder Eier wurden bei der Ablage oder beim Ausgraben beschädigt. (pd.)

< Alusammler tun Gutes für Pro Infirmis

Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 9. August 2018
Zürich 2 vom 9. August 2018
Zürich Nord vom 9. August 2018
Zürich West vom 9. August 2018
Küsnachter vom 9. August 2018
Küsnachter Amtlich vom 9. August 2018

Sonderzeitungen

Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Tonhalle
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger