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22.05.2018 - 17:04 Uhr

Vorreiter für den zweiten Bildungsweg


Frisch bezogen zum 100-Jahr-Jubiläum: Der neue Juventus-Campus an der Europaallee beim Hauptbahnhof Zürich. Foto: zvg.

Mitten im Ersten Weltkrieg gab es in der Schweiz kaum Weiterbildungsangebote für ausgebildete Lehrlinge oder Erwachsene, die studieren wollten. Diese Lücke wurde 1918 gefüllt, als die Juventus Schulen gegründet wurden. Heuer feiert die Institution ihr 100-Jahr-Jubiläum.

Heute gehen mehr als 2000 Studierende in die Juventus Schulen. Als Vorreiter haben die Juventus Schulen früh den zweiten Bildungsweg für Jugendliche und Erwachsene geebnet. Vor genau 100 Jahren, mitten im Ersten Weltkrieg, war das Weiterbildungsangebot für ausgebildete Lehrlinge oder Erwachsene, die studieren wollten, sehr mager. Dieser Missstand im damaligen Bildungswesen war der Grund zur Gründung der Juventus Schulen in Zürich. «Einige motivierte Lehrpersonen initiierten die Juventus Schulen im kleinen Rahmen», erzählt der heutige Direktor, Matthias Rüegg. Damals war es ein privates Tagesgymnasium für Jugendliche und Erwachsene. Doch die Juventus Schulen sollten schnell wachsen.

Bereits zwei Jahre nach der Gründung wurde das erste Abendgymnasium in der Schweiz eröffnet. Dadurch wurde erstmals die berufsbegleitende Maturitätsprüfung ermöglicht. «Damit haben die Juventus Schulen als Vorreiter die Grundlagen zum zweiten Bildungsweg für Jugendliche und Erwachsene gelegt, der heute internationale Anerkennung geniesst», so Rüegg. Mit eigenen Bildungsinnovationen sei man immer einen Schritt voraus gewesen. Was bis heute der Fall sei.

Hohes Ansehen im Arbeitsmarkt
Laut Matthias Rüegg waren weitere wichtige Innovationen die Gründung des Abend-Technikums, der Handelsschule, der Schule für Arztgehilfinnen, der Technikerschule und der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule. Alle diese Schulen seien im Laufe der Zeit eidgenössisch anerkannt worden und genössen als Berufsfachschulen, Höhere Fachschulen oder Fachhochschulen hohes Ansehen im Arbeitsmarkt. «Wir dürfen stolz darauf sein, einen so wichtigen Beitrag an die Entwicklung der Schweizer Bildungslandschaft geleistet zu haben», freut sich der Direktor.

Von Tiefen in all den Jahren weiss Matthias Rüegg nichts zu erzählen. Hingegen von Höhen schon. Es verschaffe ihnen Befriedigung, dass viele Ausbildungen der Juventus Schulen später eidgenössisch anerkannt wurden. «Dies hat sicher dazu beigetragen, dass wir immer wieder neue Ausbildungen entwickeln konnten.»
Auch für die Zukunft sind die Juventus Schulen gewappnet. In Sachen Digitalisierung setzen sie laut Matthias Rüegg im Bildungsbereich erneut eigene Massstäbe. Seit vergangenem August findet der Unterricht im neuen Bildungscampus an der Europaallee statt. Der JuveCampus verfügt über eine hochmoderne Ausstattung mit höchstem Minergie-Label. «Schülerinnen und Schüler können sich täglich, während 24 Stunden, von jedem Ort der Welt aus direkt mit den elektronischen Lehrmitteln, Übungsmodulen und den Lernplattformen verbinden», erklärt Matthias Rüegg. Die erfolgreiche Innovationsgeschichte der Juventus Schulen setzt sich immer weiter fort, ist Direktor Matthias Rüegg überzeugt. (Carole Bolliger)

Das 100-Jahr-Jubiläum feiern die Juventus Schulen zusammen mit der Einweihung des neuen Campus. Alles zum Fest am Samstag, 26. Mai im Web unter www.juve100.ch

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