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29.05.2018 - 16:18 Uhr

Kunsthaus verliert Besucher und macht Minus


Die Baustelle für das neue Kunsthaus. Foto: P. Wiederkehr

An ihrer Generalversammlung am 28. Mai hat die Zürcher Kunstgesellschaft den Jahresbericht 2017 verabschiedet. Die Besucherzahlen gingen auf 231‘000 Eintritte zurück. Im Berichtsjahr 2017 verzeichnete das Kunsthaus Zürich 231‘000 Eintritte (Vorjahr 318‘580). Der Rückgang um rund 25% ist gemäss Einschätzung der Verantwortlichen des Kunsthauses auf zwei Gründe zurückzuführen: die laufenden Bauarbeiten zur Anbindung des Bestandsgebäudes an die Erweiterung von David Chipperfield und ein mit Performances (Action!) und Plakatkunst (Cantastorie) experimentelles Programm.

Betriebliches Defizit

Das betriebliche Defizit konnte durch die Zuteilung von Beiträgen an die Vorlaufkosten der Kunsthaus-Erweiterung sowie durch Entnahmen aus Fonds gedeckt werden, über welche die Kunstgesellschaft frei verfügen kann. Unter dem Strich verbleibt ein Verlust von 122‘000 Franken. Die Generalversammlung genehmigte den von ihrem Präsidenten Walter B. Kielholz präsentierten Jahresbericht und die von Quästor Conrad M. Ulrich erläuterte Rechnung.

Schwieriges Umfeld
Für 2018 erwartet der Vorstand erneut einen Verlust. Denn noch bis September 2019 wird der Zugang zum Museum nicht über den Haupteingang erfolgen können. Trotz der räumlichen Einschränkungen formiert sich die Institution in entscheidenden Bereichen neu und erreicht ihre Ziele. So ist der private Anteil an den Gesamtinvestitionen der Erweiterung inzwischen gesichert. Positionen, die für die Ertragskraft des Kunsthauses bedeutsam sind, wurden neu besetzt: die Geschäftsleitungsfunktion Verkauf & Services sowie das Sponsoring. Direktor Christoph Becker konnte die Weichen dafür stellen, dass die Sammlung dank privater Unterstützer weiter wächst. Dabei stechen 17 Werke des Norwegers Johan Christian Dahl heraus, dem nach Caspar David Friedrich berühmtesten Künstler der Romantik. Im Herbst werden diese Gemälde der Öffentlichkeit präsentiert. Für die Passage, die den Bestand mit dem Erweiterungsbau verbindet, konnte Lawrence Weiner gewonnen werden – für eine Auftragsarbeit, die dank privater Unterstützung möglich wird.

Jahresbericht ist online
Der Jahresbericht ist auf www.kunsthaus.ch/jahresbericht17 veröffentlicht. Neben der Rechnung finden sich darin ausführliche Hintergrundinformationen zu allen Aktivitäten des Kunsthauses und eine Liste an Neuzugängen in die Sammlung.

Die laufende Ausstellung «Fashion Drive. Extreme Mode in der Kunst» zieht an guten Tagen 1400 Besucher an. In der zweiten Jahreshälfte sollen Robert Delaunay und Paris sowie die Retrospektive zu Oskar Kokoschka für eine Aufhellung der Besucherstatistik sorgen. Wer alle drei Ausstellungen sehen möchte, sollte sich den 19‘100 Mitgliedern anschliessen, die das Kunsthaus auf dem Weg zum grössten Schweizer Kunstmuseum engagiert begleiten. (pd.)

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