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13.06.2018 - 15:58 Uhr

Schwierige Suche nach neuem Zürcher Stadtingenieur


Eigentlich wäre Stadtingenieur Vilmar Krähenbühl längst pensioniert. Nun bleibt er bis 2019 im Amt – weil sich die Suche nach einem Nachfolger länger hinzieht als geplant.

Das städtische Tiefbauamt kommt nicht zur Ruhe. Die neuste Causa betrifft die vertagte Stellenbesetzung der Leitung. Doch der Reihe nach: Vilmar Krähenbühl ist seit 2015 Chef und Nachfolger des damals stadtintern versetzten François Aellen. Krähenbühls ordentliche Pensionierung wäre im Januar 2018 gewesen, wie Sprecher Pio Sulzer auf Anfrage bestätigt. Sulzer ergänzt, der Stadtrat habe «Herrn Krähenbühls Anstellung auf dessen Wunsch um ein Jahr verlängert». Vorgesehen sei neu der Pensionierungstermin Januar 2019. «Dann wird Herr Krähenbühl 66. Das Personalreglement sieht vor, dass die Stadt Mitarbeitende ein Jahr über das Pensionierungsalter hinaus beschäftigen kann», so Sulzer. Doch warum das Hin und Her? Hinter vorgehaltener Hand heisst es, Stadtrat Filippo Leutenegger sei mit seinem Vorschlag eines neues Stadtingenieurs im Stadtrats-Gremium nicht durchgekommen. Dem Vernehmen nach wollte er an einer seiner letzten Stadtratssitzungen als Chef des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements (TED) einen neuen Stadtingenieur nach seinem Gusto durchpeitschen. Der links-grün dominierte Stadtrat legte erfolgreich sein Veto ein. Was ist dran an der Geschichte? Sulzer gibt sich bedeckt: «Wir werden gerne über die neue Stadtingenieurin oder den neuen Stadtingenieur informieren, sobald die Person gefunden ist. Der Prozess bis dorthin ist hingegen nicht öffentlich.» Nur so viel: Die Stelle werde nochmals ausgeschrieben.

Neu AL anstatt FDP
Pikant ist, dass eine Vorentscheidung zuhanden des für solche Personalentscheide zuständigen Gesamtstadtrats nun Richard Wolff (AL) treffen wird. Er ist Nachfolger von Leutenegger als Vorsteher des TED. Filippo Leutenegger (FDP) wurde im Mai gegen seinen ausdrücklichen Willen ins Schul- und Sportdepartement versetzt.
Die definitive Stellenbesetzung des neuen Stadtingenieurs könnte sich auch darum schwierig gestalten, weil im Tiefbauamt in den letzten Jahren laut dem «Tages-Anzeiger» «wichtige Menschen davonliefen». Das Departement verliere dadurch viel Fachwissen, so der «Tagi». Konkret geht es um Verkehrsplaner Andy Fellmann, wie erwähnt den ehemaligen Stadtingenieur François Aellen, Departementssekretär Jan Capol sowie den Velobeauftragten Urs Walter.
Wie es aus dem Umfeld des Tiefbauamts heisst, wurde in den letzten Jahren vor allem auf Ingenieurwissen und weniger auf Planungs-Know-how gesetzt. Etwas, was sich nun bitter rächen könnte. Immerhin: Im Inserat, das der Lokalinfo vorliegt, heisst es zur nötigen Qualifikation: «Abgeschlossenes Hochschulstudium in Bauingenieurwissenschaften oder Raumentwicklung und Infrastruktursysteme, ergänzt mit einer betriebswirtschaftlichen Weiterbildung». Das lässt alle Optionen
offen. (ls.)

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