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12.07.2018 - 11:01 Uhr

Zwist um Maurice Maggis Wildblumen


Seit über 30 Jahren bringt Maurice Maggi die Stadt Zürich zum Blühen. Doch nun machte ein von der Stadt beauftragtes Unternehmen dem «Urban Gardener» der ersten Stunde einen Strich durch die Rechnung. Am Hardplatz wurde sein Blumenwerk zerstört.

Gross war der Ärger von Maurice Maggi, als er kürzlich beim Hardplatz vorbeikam. Seine mit der Künstlergruppe Centro Rural de Arte aus Argentinien gesäte und mittlerweile üppig wachsende Blumenpracht war weg. Statt der legendären Malven und Wegwarten präsentierten sich die Baumscheiben am neu gestalteten Hardplatz ohne Grün am Boden. Für Maggi ein Schock: «Es keimte so schön auf. Leider war die ‹saubere› Ausjäterei kein Einzelfall, und mit Schönreden der Stadt ändert sich nie was an der Biodiversität in Zürich», so der 62-jährige «Urban Gardener» der ersten Stunde, wie ihn kürzlich der «Blick» bezeichnete. Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich will das nicht so stehen lassen: «Wir hatten leider keine Kenntnis von dieser Aktion.» Die Pflege der Bäume auf dem Hardplatz werde als sogenannte Erstellungspflege noch durch das vom Tiefbauamt beauftragte Gartenbau-Unternehmen ausgeführt. Handschin: «Erst nach zwei Vegetationsperioden übernimmt die Stadt die Bäume in Pflege.»
Und die Kritik von Maurice Maggi wegen der fehlenden Biodiversität? «Grün Stadt Zürich pflegt mit Herrn Maggi einen sporadischen, auch professionellen Austausch. Dabei sind wir – wie mit anderen Interessenvertretenden auch – nicht immer gleicher Meinung», erklärt Handschin.

Wo schon, wo nicht?
Grundsatzfrage: An welchen Orten erlaubt die Stadt denn das private Ansäen von Wildpflanzen und wo nicht? Handschin: «An manchen Orten gestalten Anwohner Baumrabatten nach ihrem Geschmack. Sofern dies dem Wohlergehen der Bäume oder der Verkehrssicherheit nicht abträglich ist, lassen wir die Pflanzen stehen.» Man müsse bei der Bepflanzung von Baumscheiben aber Rücksicht auf die Bäume nehmen. Nie Löcher graben, um kein Wurzelwerk zu zerstören, keine Nährstoffe, Stroh und Kompost einbringen und auch nicht unkontrolliert Bewässern. Denn dies könne das Wachstum der Bäume gefährden.
«Um Enttäuschungen zu vermeiden, soll man unsere Grünflächenverwalter doch vor dem Säen oder Blumenpflanzen besser kontaktieren», empfiehlt Handschin. Wichtig sei zudem, dass die Verkehrssicherheit erhalten bleibe. (ls./Fotos: ls.)

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