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10.08.2018 - 11:00 Uhr

«Zunfthaus» auf dem Münsterhof


Während vier Wochen wird der polnische Künstler Pawel Althamer ein temporäres Kunstwerk auf dem Münsterhof umsetzen.

Althamer hat auf Einladung der Arbeitsgruppe Kunst im öffentlichen Raum (AG KiöR) der Stadt Zürich im Rahmen eines Studienauftrags ein partizipatives Kunstprojekt entwickelt, das den mittelalterlichen Platz mit einem Kunst-Zunfthaus belebt.

Reihe mit drei Pilotprojekten

Im Rahmen der Neugestaltung des Münsterhofs hatte der Zürcher Stadtrat ein Nutzungskonzept erarbeitet. Ziel dieses Nutzungskonzeptes ist es, den Münsterhof als Kulturplatz zu positionieren. Im Herzen der Stadt gelegen, besitzt der mittelalterliche Platz aufgrund seiner Geschichte und seiner städtischen Qualität einen einzigartigen Stellenwert. Zusammen mit dem Verein Kulturplatz Münsterhof wurden Möglichkeiten von künstlerischen Interventionen evaluiert. Mit dem Sonnensegel-Projekt von Claudia Comte startete 2017 eine Reihe von drei Pilotprojekten, mit denen bis 2019 das Potenzial von Kunst auf dem Münsterhof geprüft werden sollen. Das Tiefbauamt der Stadt Zürich finanziert die Pilotprojekte.

Der 51jährige Pole Pawel Althamer ist einer der namhaftesten Künstler der Gegenwart, dessen Werke unter anderem im Centre Pompidou in Paris und an der Biennale Venedig prominent gezeigt wurden. Insbesondere mit viel beachteten Interventionen im öffentlichen Raum und mit partizipativen Methoden, die breite Bevölkerungsgruppen mit einbeziehen, hat sich Althamer einen Namen gemacht.

Atelier auf dem Münsterhof
Auf dem Münsterhof wird Althamer während vier Wochen sein Atelier errichten und dort täglich arbeiten – alleine, mit Künstlerkolleginnen und -kollegen oder unter Einbezug von Passantinnen und Passanten. Er wolle ein «temporäres Zunfthaus der Kunst» betreiben, eine Reverenz an die drei historischen Zünfte Meise, Waag, Kämbel am Münsterhof. Althamer geht es darum, seine künstlerische Arbeit aus der Isolation des Ateliers zu lösen und als kommunikativen Austausch mit der städtischen Umgebung zu praktizieren. Damit entwickelt der Künstler die traditionelle städtische Funktion des Münsterhofs als Treffpunkt und Ort der Kommunikation weiter.

"Gemeinsamer Bereich / eigener Bereich"
Darauf bezieht sich auch OWOW, der Titel seines Werkes: Die Kurzform des polnischen «Obszar Wspólny / Obszar Własny» (gemeinsamer Bereich / eigener Bereich) geht auf eine bekannte, gleichnamige Vorlesungsreihe über nonverbale Kommunikation von Gregorz Kowalski an der Warschauer Kunstakademie zurück, wo Althamer studierte. Das Atelier, laut Althamer das «Herz des Künstlers», wird auf dem Münsterhof zu einem frei zugänglichen Raum, das Kunstschaffen zu einem gemeinschaftlichen Akt. (pd./Foto: mai.)

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Das Projekt von Pawel Althamer startet am 16. August 2018 um 18 Uhr mit der Vernissage auf dem Münsterhof und dauert bis zum 13. September 2018.

 

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