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24.08.2018 - 18:31 Uhr

Zwischenlösung für Asylsuchende


150 Asylsuchende in Bundeszuständigkeit ziehen in die Halle 9. Foto: pm.

In der Halle 9 in Oerlikon werden ab 1. September für ein Jahr 150 Asylsuchende aus dem Zentrum Juch untergebracht. Dies bestätigt die AOZ gegenüber der Lokalinfo. Unter den Asylsuchenden sind auch 50 bis 60 Kinder und Jugendliche.

Im Hinblick auf den Bau des Eishockeystadions auf dem Areal des Familiengartenvereins Altstetten-Albisrieden beziehungsweise des Zentrums Juch ist eine Zwischenlösung für 150 Asylsuchende erforderlich. Grund ist, dass das neue Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal erst im September 2019 seinen Betrieb aufnehmen wird. Die Zwischenlösung sieht den temporären Transfer zweier Unterbringungstrakte mit rund 150 Personen des Zentrums Juch in die Halle 9 in Oerlikon vor. Diese wird von der Zürcher Fachorganisation AOZ seit 2016 als Übergangszentrum genutzt. Da in der Halle 9 das Untergeschoss nicht mehr zur Verfügung steht, haben dort nur noch 150 Personen Platz und nicht wie bisher 250. Offiziell heisst der Ort nun «Zentrum Juch, Standort Halle 9». Der Betrieb im Auftrag des Bundes wird am 1. September gestartet. Als Zweitstandort des Zentrums Juch ist dieser auf ein Jahr befristet. «Der Durchlauf ist relativ hoch, sodass Klientinnen und Klienten nur relativ kurze Zeit in dieser Einrichtung verbringen werden», so die AOZ.

12 Personen für Sicherheit
Die Betriebseinrichtung, das heisst das Mobiliar, in der Halle 9 wurde in der Zwischenzeit leicht angepasst. Insgesamt werden gemäss AOZ rund 35 Mitarbeitende im Zentrum tätig sein, die meisten von ihnen in einem Teilzeitpensum. Dazu kommen Lehrpersonen, die die schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen extern unterrichten werden. Weiter wird eine Ein- und Ausgangskontrolle eingerichtet. Zwölf Mitarbeitende sind rund um die Uhr für die Sicherheit zuständig. Ein Thema ist auch das präventive Konfliktmanagement. «Bei strafrechtlich relevanten Vorfällen wird die Polizei beigezogen», hält die AOZ fest.
In der Halle 9 werden vorwiegend Familien, Frauen und Jugendliche wohnen. Die Tagesstruktur ist dieselbe wie im Zentrum Juch, wie die AOZ betont. Unter der Woche sind schulpflichtige Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 17 Jahren täglich in der Schule. Unterstützt von interessierten Kreisen aus der Bevölkerung können die Bewohnerinnen und Bewohner an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Zudem organisiert das AOZ-Betreuungsteam externe Beschäftigungseinsätze.
Die derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohner der Halle 9 wurden derweil in andere Wohnliegenschaften in der Stadt Zürich platziert. «Zurzeit wohnen keine Asylsuchenden in der Halle 9», hält die AOZ fest.

Schule auch transferieren
Aufgrund der Verkleinerung des Zentrums Juch muss auch die dortige Schule transferiert werden. Der Standort der neuen Schule liegt an der Allenmoosstrasse 89 in Oerlikon. Die 50 bis 60 Schülerinnen und Schüler werden bis zum 1. September vom Zentrum Juch an die Allenmoosstrasse transferiert. Sie werden von fünf ausgebildeten Lehrpersonen und einer Klassenassistentin unterrichtet.
Nach der offiziellen Eröffnung der Schule am 1. September wird am 6. September ein Infoabend für Anwohner in den Räumlichkeiten des Schulhauses durchgeführt. (pm.)

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