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01.11.2018 - 12:37 Uhr

Boxen im Gedenken an Gusti Strobl


Der Box Club Zürich lädt am Samstag, 3. November, zum fünften Gusti-Strobl-Memorial-Cup ein. Erwartet werden dramatische und intensive Kämpfe. Zu Gast sind Boxerinnen und Boxer aus dem Ausland.

Der Gong ertönt. Letzte Runde. Die Boxer sind vom Kampf gezeichnet. Mutig fährt einer den linken Haken aus. Sein Gegner kontert – «Knockout», der Kampf ist zu Ende. So spektakulär könnte es in der Sporthalle Sihlhölzli zu- und hergehen, wenn sich Boxerinnen und Boxer im Ring beim 5. Gusti-Strobl-Memorial-Cup gegenüberstehen.

«Talente lagen ihm am Herzen»

«Er war ein Unikum und prägte die Amateurboxszene über viele Jahre hinweg», sagt Axel Dröge, der Präsident des Box Clubs Zürich (BCZ). Die Rede ist vom langjährigen Trainer und Präsidenten Gusti Strobl. Bis zu seinem Tod 2013 engagierte sich der gebürtige Münchner für den Boxsport in der Schweiz. Aus diesem Grund widmet der BCZ seit 2014 Gusti Strobl den Memorial Cup. Seither treffen sich alljährlich im Herbst Boxerinnen und Boxer aus der Schweiz und dem nahen Ausland zum Turnier in der Sportanlage Sihlhölzli. Zu sehen sind rund 30 Begegnungen zwischen Boxerinnen und Boxern aller Gewichtsklassen. Junioren stehen im Ring. «Das ist ganz im Sinne Gusti Strobls, dem die Förderung junger Talente besonders am Herzen lag», erklärt Dröge.

Der BCZ wurde 1934 gegründet. Damals trainierten die Boxer noch in der alten Stadthalle. Mitte der 1950er zog man in das heutige Trainingslokal in Wiedikon und fing an, den Boxsport in Zürich zu verbreiten. Nach all den Jahrzehnten kann der Club auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Die lizenzierten Boxerinnen und Boxer erkämpften sich international und national regelmässig gute Resultate. Unter anderem konnte der Club 13-mal den Titel des nationalen Mannschaftsmeisters erringen.

«Mit blauem Auge nach Hause»

Damit diese Erfolge bestehen bleiben, soll das Training vielfältig sein: «Wir bieten neben dem Wettkampfboxen auch Fitnessboxen, Konditions- und Krafttraining an», sagt Axel Dröge. Der Schwerpunkt liege aber woanders: «Die rund 400 Mitglieder sollen vor allem viel Spass am Boxsport haben», erklärt er.

Der Boxsport wurde immer schon kontrovers diskutiert. Axel Dröge betont, dass diese Sportart kein «gegenseitiges Köpfeeinschlagen» sei. «Es sind faire sportliche Zweikämpfe, die strikt reglementiert sind, damit nichts passiert». Zwar könne es vorkommen, dass ein Boxer mal mit einem verstauchten Knöchel oder blauen Auge nach Hause ginge, aber Dröge weiss: «In welcher Sportart ist das schon nicht der Fall?» (Tobias Stepinski, Foto: zvg.)

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