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16.11.2018 - 07:06 Uhr

In der Schweiz wird mehr zuhause gepflegt


Foto: mai.

2017 nahmen knapp 350 000 Personen Spitex-Leistungen in Anspruch, davon waren 73 Prozent 65-jährig und älter. Die Spitex leistete rund 16 Millionen Pflegestunden und mehr als 6 Millionen hauswirtschaftliche und sozialbetreuerische Stunden. Im gleichen Jahr wohnten 149 000 Personen in einem Alters- und Pflegeheim, 15 Prozent davon nur für eine kurze Dauer. Dies geht aus der Statistik der Hilfe und Pflege zu Hause (Spitex) und der Statistik der sozialmedizinischen Institutionen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.

 

Wie in den vergangenen Jahren hat die sozialmedizinische Betreuung älterer Menschen zu Hause gegenüber der Betreuung in Alters- und Pflegeheimen 2017 deutlich zugenommen. Die Zahl der von der Spitex geleisteten Pflegestunden nahm um 7% zu, während sich die Beherbergungstage in Alters- und Pflegeheimen lediglich um moderate 0,7% erhöhte. 22,5% der Personen in einem Alters- und Pflegeheim waren 80-jährig oder älter. Dieser Anteil liegt leicht unter jenem von 2016. Die höchsten Werte wurden in der Ost- und in der Zentralschweiz (SH, AR, , UR, GL) sowie in Basel-Stadt beobachtet; dort wohnte über ein Viertel der Personen ab 80 Jahren in einem Alters- und Pflegeheim.

2017 standen in 1561 Alters- und Pflegeheimen insgesamt 95 883 Langzeitplätze (+0,6%) zur Verfügung. Die Anzahl Plätze in Alters- und Pflegeheimen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner ab 65 Jahren ging in fast allen Kantonen zurück (Ausnahmen: SZ, NW, BS, AI, TI, VD und GE).

2017 betrug die Beschäftigung in Alters- und Pflegeheimen 94 457 Vollzeitäquivalente (VZÄ) aus, das sind 2% mehr als 2016. In den Kantonen Zug, Glarus, Schaffhausen und Appenzell Ausserrhoden nahm der Personalbestand der Alters- und Pflegeheime gleichzeitig mit deren Bewohnerzahl ab.

Spitex-Bereich wächstDer Spitex-Bereich wird laufend ausgebaut. Privatwirtschaftliche Unternehmen und selbstständige Pflegefachpersonen haben markant zugenommen, etwas weniger deutlich fiel der Anstieg bei den gemeinnützigen Unternehmen aus. Mit einer Erhöhung des Personalbestands (VZÄ: +6,6% gegenüber 2016), der Klientenzahl (+3%), der erbrachten Leistungen (+7,6%) und der verursachten Kosten (+5,8%) bestätigen die Ergebnisse von 2017 diese Tendenz.

Auf die gemeinnützigen Unternehmen entfielen rund 80% der Beschäftigung (18 018 VZÄ, +4,3% gegenüber 2016) und der Klientinnen und Klienten (284 018, +1,6%). Am meisten legten die privatwirtschaftlichen Unternehmen zu. Sie erbrachten 24% mehr Pflegestunden und hauswirtschaftliche bzw. sozialbetreuerische Stunden als im Vorjahr (2017: 5 965 749 Stunden). Bei den gemeinnützigen Unternehmen betrug die Zunahme lediglich 3% (2017: 16 631 285 Stunden).

Die selbstständigen Pflegefachpersonen, die praktisch ausschliesslich im Pflegebereich tätig sind, leisteten 5,1% der Pflegeleistungen (818 124 verrechnete Pflegestunden). Die meisten durchschnittlichen Pflegestunden pro Klientin oder Klienten wurden in Privatunternehmen aufgewendet (113 Stunden pro Jahr). Bei den gemeinnützigen Unternehmen nahm jede Person pro Jahr durchschnittlich 51 Stunden Leistungen in Anspruch, bei den selbstständigen Pflegefachpersonen 26.

Im hauswirtschaftlichen bzw. sozialbetreuerischen Spitex-Bereich (Haushalt, Mahlzeiten, Nachtwache, Betreuung, soziale Begleitung usw.) erbrachten gemeinnützige Unternehmen weniger Leistungen als 2016 (-1,1%), im Gegensatz zu den Privatunternehmen, die einen Anstieg um 11,4% verzeichneten.

Gesamtkosten von über 12,5 Milliarden Franken2017 verursachten die Alters- und Pflegeheime Betriebskosten von insgesamt 10,1 Milliarden Franken (+2,6% gegenüber 2016). Dies entspricht monatlichen Kosten von durchschnittlich 9122 Franken pro Bewohnerin und Bewohner. 43,1% dieser Gesamtkosten wurden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Die Spitex-Leistungen machten insgesamt 2,45 Milliarden Franken aus (+5,8%). Davon wurden 42% (1036 Millionen) von der öffentlichen Hand, 39% (971 Millionen) von den Versicherern und 17% (410,4 Millionen) von den Leistungsbezügerinnen und -bezügern gedeckt. Die monatlichen Kosten für die Spitex beliefen sich auf durchschnittlich 584 Franken pro Klientin bzw. Klienten. (pd.)

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