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30.01.2019 - 17:37 Uhr

BVK schliesst im Minus ab


Foto: Lisa Maire

Der Deckungsgrad der Zürcher Pensionskasse BVK sinkt von 100 Prozent per Ende 2018 auf 95,1 Prozent. Bei der Rendite resultiert ein Minus von 3,5 Prozent.  Erfreulicheres kann beim Kundenbestand vermeldet werden. Die BVK ist im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent gewachsen und versichert mittlerweile über 121'000 Personen in der zweiten Säule – mehr als jede andere autonome Pensionskasse in der Schweiz. Davon sind 70 Prozent Aktivversicherte und 30 Prozent Rentenbeziehende.
Mitte Jahr wurden verschiedene neue Produkte in der Vorsorgepalette angekündigt. So kann seit dem 1. Januar eine versicherte Person unter gewissen Voraussetzungen einen höheren Umwandlungssatz wählen. «Wir sind hocherfreut, dass von den 100 Personen, die per 1. Januar in Pension gingen, ein Drittel von dieser Option Gebrauch machte», sagt Schönbächler. Auch von den Arbeitgeberangeboten, die Eintrittsschwelle zu senken oder den Koordinationsabzug mitzuversichern, wird rege Gebrauch gemacht.
 
Sinkende Kosten
Ebenfalls positiv zu werten sind die tiefen Verwaltungskosten. Im Branchenvergleich von PPCmetrics werden die durchschnittlichen Kosten pro Versicherten mit 312 Franken ausgewiesen. Die BVK liegt mit nur gerade 115 Franken weit darunter.
Erneut gesenkt werden konnten die Vermögensverwaltungskosten. Pro 100 Franken gibt die BVK rekordtiefe 14 Rappen aus. Das sind nochmals zwei Rappen weniger als im Vorjahr. Rechnet man diese Einsparungen auf das Anlagevermögen von rund 32 Milliarden Franken auf, hat die BVK im vergangenen Jahr zusätzlich 6,4 Millionen Franken alleine in diesem Bereich eingespart. Der von PPCmetrics ausgewiesene Branchendurchschnitt liegt mit Ausgaben von 42 Rappen pro 100 Franken deutlich höher.
 
Der Verantwortung bewusst
Anleger müssen heute ein feines Sensorium entwickeln, um bei Investments im Sinne der Versicherten Einfluss auf die Unternehmen nehmen zu können. Dabei gilt es, neben den ökonomischen auch ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen. Die BVK ist sich dessen schon lange bewusst und bekennt sich zu verantwortungsbewussten Kapitalanlagen. «Im 2019 werden wir in diesem Bereich personell aufstocken, um noch engagierter am Markt agieren zu können», gibt Schönbächler bekannt.
Gleichzeitig richtet die BVK den Blick nach innen. Mit ihrem Portfolio gehört die Pensionskasse zu den mittelgrossen Immobilienunternehmen. Seit 1990 konnte durch Anwendung der jeweils neusten Standards die Energieeffizienz bei den Liegenschaften bereits um 50 Prozent gesteigert werden. Dieser Weg wird von der BVK konsequent weitergeführt. Schönbächler: «Wir wollen das Klimaziel 2030 deutlich unterbieten – und das werden wir auch schaffen.» (pd.)

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