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15.03.2019 - 17:06 Uhr

Aus für die Metall-Wappen auf den S-Bahn-Lokomotiven


Die Übergabe des Wappens der Lokomotive «Witikon» an Quartiervereinsvertreter aus Witikon. Ganz rechts deren Chronist Erik Eitle. (Foto: SBB)

Die SBB verwenden künftig nur noch Aufkleber bei den Beschriftungen alter S-Bahn-Lokomotiven. Ob auch Diebstähle der Grund sind, auf die bisherigen Metallwappen zu verzichten, wollen die SBB nicht sagen.

In den letzten Wochen herrschte in der Hauptwerkstätte der SBB an der Hohlstrasse ein emsiges Kommen und Gehen. Grund: Die SBB luden Quartiervereinsvertreter ein, damit diese «ihr» Quartierswappen aus Metall im Rahmen eines Festakts abholen konnten. Damit zogen sich die SBB einigermassen gut aus der Affäre. Denn eigentlich ist die Geschichte eher penibel. Die 113 S-Bahnen der 1. Generation mit den charakteristisch-eckigen und rot-blau lackierten Lokomotiven mussten nach 25 Jahren Betrieb umfassend instand gestellt werden. Damals, in den 1990er- Jahren, wurden jene Lokomotiven nach Städten, Dörfern und Gemeinden getauft und mit einem entsprechenden Metallwappen geschmückt. Es war wohl auch eine Reminiszenz an den damaligen Regierungsrat und S-Bahn-Erfinder Hans Künzi. Meist gab es dazu grössere Veranstaltungen mit speziell bezeichneten Taufpatinnen oder -paten. Doch nun, ein Vierteljahrhundert später, scheinen Tradition und Stil nicht mehr an erster Stelle zu stehen. Denn künftig schmücken lediglich Aufkleber anstatt Metallwappen die Loks.
Warum dieser Stilbruch? Reto Schärli von den SBB holt aus: «Gemeindewappen zeigten nach 25 Jahren Wind und Wetter Spuren der Zeit. Die Züge haben während dieser Zeit schliesslich etwa hundert Mal die Erde umrundet. Deshalb wurden die Metallwappen durch Aufkleber ersetzt, welche bei Bedarf auch einfacher erneuert werden können.»

Parallelen zu den Ae 6/6?
Waren auch Diebstähle ein Grund? Immerhin kennt man das von den legendären Gotthardlokomotiven Ae 6/6 (neu Ae 610), wo man vor einigen Jahren die Metallwappen entfernte, weil sie oft wegkamen. Dazu wollte sich Schärli nicht äussern. Nur so viel: «Die 113 Metallwappen werden bei Interesse den Gemeinden überreicht. Die Reaktionen sind positiv. Wir gehen davon aus, dass praktisch alle Wappen einen Abnehmer finden.» Immerhin: Dass die SBB die Wappen nicht einfach weggeschmissen haben, ist die positive Meldung. (ls.)

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