Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich

15.04.2019 - 16:21 Uhr

Stadt braucht mehr Geld für Kongresshaus-Umbau


Stadtrat André Odermatt musste verkünden, dass die Sanierung von Tonhalle und Kongresshaus deutlich mehr kosten wird. Foto: pw.

Rund 13 Millionen mehr kostet die Sanierung von Tonhalle und Kongresshaus. Ausserdem verzögert sich die Wiedereröffnung. Das ist gerade für die Tonhalle-Gesellschaft ein Problem.

Kongresshaus und Tonhalle seien ein Flickwerk, sagte Stadtrat André Odermatt (SP). Vergangene Woche musste er an einer Medienkonferenz verkünden, dass sich die Wiedereröffnung der beiden Häuser verzögert. Statt September 2020 wird es März 2021. Ausserdem entstehen Mehrkosten von rund 13 Millionen Franken. Odermatt: «Uns ist es ein Anliegen, frühzeitig und transparent darüber zu informieren.»

Man habe zwar gewusst, «dass die Vergangenheit einige Sünden hinterlassen hat», führte der Hochbauvorsteher aus. Im Laufe der Bauzeit seien aber im Inneren des Baus Einzelheiten zum Vorschein gekommen, die den Rahmen der vorgesehenen Reserven ausgereizt hätten. So ist die Bausubstanz laut Odermatt schlechter als erwartet. Ausserdem hätten sich «Unschärfen» bei der Planung und «Zielkonflikte» ergeben. So sei es schwierig, die Anforderungen an einen modernen Betrieb wie der strenge Vollzug der Brandschutzbestimmungen, der behindertengerechte Ausbau oder der Einbau moderner Technik mit dem denkmalgeschützten Gebäude in Einklang zu bringen.

Aus diesem Grund kostet der Bau 9,4 Millionen Franken mehr. Ursprünglich waren 165 Millionen Franken veranschlagt gewesen. Mit dem zusätzlichen Geld sollen weitere Massnahmen ausgeführt werden, darunter die Renovation der Stühle in der grossen Tonhalle, Verbesserungen der Akustik oder zusätzliche Hubpodien im Bühnenbereich. Laut Reto Gugg, Präsident der Kongresshaus-Stiftung, sind die Optimierungen notwendig, um Kongresshaus und Tonhalle «in einem konkurrenzfähigen Rahmen wiedereröffnen zu können».

Gemeinderat muss entscheiden
Zu den 9,4 Millionen kommen 3,7 Millionen Franken. Zusammen ergeben sie die rund 13 Millionen Franken Mehrkosten. Die Tonhalle-Gesellschaft benötigt das Geld zur Deckung der Ausgaben, die sich durch die Terminverschiebung ergeben. Eigentlich hätte sie im Sommer 2020 von der Tonhalle Maag bei der Hardbrücke zurück an den See ziehen wollen. Nun startet die Tonhalle-Saison 2020/2021 wieder im Exil. «Die Verhandlungen dafür laufen noch», sagte Tonhalle-Intendantin Schmiel. Geplant ist, dass die Saison in der Tonhalle Maag beginnt, dann der Betrieb von 1. Februar bis 7. März komplett unterbrochen wird. Ab 11. März 2021 soll es in der alten Tonhalle weitergehen. Schmiel sprach von einem grossen Erwartungsdruck, der auf der Tonhalle-Eröffnung liege.

In knapp einem Monat wird der Stadtrat über die Krediterhöhung entscheiden, im Frühsommer muss die zuständige Gemeinderatskommission das Geschäft behandeln. Das letzte Wort hat dann das Parlament. Für Ilona Schmiel von der Tonhalle-Gesellschaft ist klar: «Im Moment haben wir keinen Plan B.» (pw.)

< FC Wollishofen startet zu langem Endspurt

Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 20. Juni 2019
Zürich 2 vom 20. Juni 2019
Zürich Nord vom 20. Juni 2019
Zürich West vom 20. Juni 2019
Küsnachter vom 20. Juni 2019
Küsnachter Amtlich vom 20. Juni 2019

Sonderzeitungen

Abenteuer Stadt Natur 2019
Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger Volketswiler Nachrichten