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15.05.2019 - 15:56 Uhr

Was Küsnacht beschäftigt


Baustellen, Bauzonen und ein Kreisel: Zu reden gaben am politischen Abend in Küsnacht vor allem diese drei Themen.

Zehn Minuten für jeden Redner, fünf Minuten für die Fragerunde: Schlank war der regelmässig stattfindende politische Abend im Reformierten Kirchgemeindehaus geplant. Etwa 50 Küsnachterinnen und Küsnachter kamen am Montagabend, um zu hören, was die Gemeinderäte aus ihren Ressorts aktuell zu berichten haben.

Emotionale Wahrnehmung

Erwartungsgemäss musste sich Tiefbauvorstand Walter Matti (parteilos) den meisten Fragen stellen. Die Baustelle an der Seestrasse sorgt derzeit für Ärger bei Anwohnern und Autofahrern (der «Küsnachter» berichtete), und die nächste Baustelle, der geplante Kreisel an der Oberwachtstrasse, führte bereits zu Fragen. Ein Teilnehmer wollte wissen, ob der Kreisel nicht eher ein unwürdiges Merkmal einer Agglomerationsgemeinde sei und daher nicht ins Zentrum von Küsnacht gehöre.

«Es wird keinen Kreisel mit auffälliger Skulptur in der Mitte geben», entgegnete Ueli Erb (SVP), Vorsteher Hochbau und Planung, bei seinem Referat. Und Matti kommentierte allgemein zur Seestrasse: «Wer unterwegs ist, nimmt Baustellen emotional wahr. Die Planer sehen sie rational.» Ein «intelligentes Infrastrukturmanagement» sei aber unabdingbar. An Erb war es dann, in seinem Ressort Hochbau auf das laufende Verfahren vor Baurekursgericht einzugehen. Der Kanton Zürich hatte sich im Januar dieses Jahres gegen die Kernzonenerweiterung im Küsnachterberg gestellt. Diese ist Bestandteil der jüngsten Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO). Die Gemeinde ergriff Rekurs.

Landwirtschaft schrumpft

Am Beispiel des Weilers Limberg zeigte der Hochbauvorsteher das aktuelle Problem: «Limberg ist ein relativ grosser Weiler, mit 62 Einwohnern und immer weniger Landwirtschaft.» Hätte man die rechtliche Handhabe, könnten beispielsweise leer stehende Scheunen zu attraktiven Wohnungen umgebaut werden.

«Die Versammlung hatte die Zonenerweiterung vor zwei Jahren legitimiert», führte Erb weiter aus, «deshalb hat der Gemeinderat auch Rekurs erhoben.» Allerdings räumte er ein, dass sich die «Grosswetterlage» inzwischen verändert habe und er inzwischen nicht mehr damit rechne, dass die Einzonung durchkomme. «Den Entscheid erwarten wir demnächst.» Erb verwies abschliessend auf den Tag der offenen Verwaltung, an dem in einer Ausstellung besonders gelungene Neubauten gezeigt werden sollen, die Ideengeber für andere Bauherren sein könnten. Eine Reihe anderer Veranstaltungen, die für die Bevölkerung interessant sind, waren ebenfalls Thema (siehe Box).

Liegenschaftsvorsteher Ueli Schlumpf (SVP) wurde in seiner Fragestunde nach dem aktuellen Stand der Biogassanalge auf der Allmend gefragt. «Wir sind noch in Verhandlung», sagte er. Etwas müsse aber bald gehen, weil der Baurechtsvertrag Anfang nächstes Jahr auslaufe.

Öffentliche Schule ist stark

Schliesslich folgten die Ausführungen von Schulpräsident Klemens Empting (FDP). «Elf Prozent der Bevölkerung geht in die Schule», sagte er. Davon auch in Küsnacht mehrheitlich in die öffentliche. Die Lehrer leisteten dabei einen guten Job, sei doch die Gymi-Übertrittsquote in Küsnacht besonders hoch.

Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) lud schliesslich zum Apéro, wo die Fragen vertieft werden konnten. Zuvor hatte er noch auf zwei Urnenabstimmungen im nächsten Jahr hingewiesen. So werden die Küsnachter etwa im Mai 2020 über das neue Feuerwehrgebäude sowie den Umbau der KEK befinden können. (Manuela Moser)

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