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17.05.2019 - 08:51 Uhr

Aussenquartiere wollen eigenes Entsorgungsangebot


In Witikon, Affoltern und Leimbach fehlt nach wie vor ein Angebot wie das Cargotram, um Sperrgut abzugeben. Politische Vorstösse liegen seit elf Jahren auf der langen Bank.

Schon seit gut 16 Jahren kann Zürichs Bevölkerung das Gratis-Angebot des Cargotrams nutzen. So bringen Quartierbewohner in regelmässigen Abständen ihren Sperrmüll dorthin, wo das Cargotram im Quartier Halt macht. Ein Problem ist aber seit 2003 ungelöst. Die Stadt schiebt die Versorgung bei Quartieren ohne Tramanschluss auf die lange Bank. Dies betrifft die Aussenquartiere Witikon, Affoltern und Leimbach, mit ingesamt immerhin gegen 34 000 Einwohnern. Man prüfe «die Einrichtung eines mobilen Recyclinghofs», hiess es 2013 im städtischen Geschäftsbericht auf einen politischen Vorstoss von 2008. Und weiter: «Die Entscheidungsgrundlagen werden gegenwärtig erhoben.»
Auch ein Vorstoss von SP-Gemeinderat Pawel Silberring vom 2015 hat nun zu einer ähnlichen Antwort geführt: «Entsorgung + Recycling Zürich überprüft zurzeit die aktuelle Entsorgungsstrategie und in diesem Zusammenhang auch die Entsorgung von Sperrgut in den Quartieren», so Mediensprecher Daniel Eberhard auf Anfrage. Für Silberring ein schwacher Trost: «Ich warte immer noch hoffnungsvoll auf die Umsetzung des Postulats von Christian Traber und mir, das ein Angebot analog des Cargo-Trams fordert.» Einen Schritt weiter gehen aktuell die Grünen. Sie organisieren am nächsten Samstag eine grosse Tausch- und Recyclingbörse in Leimbach. Ab 10 Uhr soll es «zur grossen Quartierentrümpelung beim Sihlbogen» kommen. Bei der erstmaligen Durchführung im Herbst 2017 hätten zahlreiche Quartierbewohner teilgenommen und nicht wenige Schmuckstücke getauscht sowie unbrauchbare Gegenstände recycelt.
Erneut mit dabei ist das Team von Schneider Umweltservice, das bei der fachgerechten Entsorgung unbrauchbarer Gegenstände mithilft. Mitgebracht werden kann von nicht mehr gebrauchten Kleinmöbeln über Spielsachen, Bücher, Geschirr und anderen Tauschobjekten alles, was getauscht oder recycelt werden kann. Auf groben Sperrmüll sollte jedoch verzichtet werden. «Ziel der Aktion ist es, die Leute zu motivieren, nicht mehr gebrauchte Gegenstände zu tauschen oder zumindest zu recyceln», sagt Gemeinderätin Gabi Kisker. «Auch in Leimbach braucht es eine adäquate Alternative zum Cargotram», ergänzt Gemeinderat Luca Maggi.
Pawel Silberring findet, dass private Initiativen für Entrümpelungsaktionen «zeigen, dass ein Bedürfnis in Quartieren wie Leimbach besteht». Die Stadt sollte sich aber nicht auf die Initiative von privaten Vereinen verlassen, weil diese eine regelmässige Abfuhr nicht sicherstellen können. Er nimmt dabei Bezug auf die SP, die ebenfalls schon private Entrümpelungsaktionen organisiert hat. (ls./ Foto: ajm.)

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