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17.05.2019 - 16:00 Uhr

Stadt muss 1,8 Milliarden in Schulraum investieren


Foto: pw.

Im Schuljahr 2025/26 wird erwartet, dass die Anzahl Schülerinnen und Schüler auf rund 38'000 ansteigt, was einem Zuwachs von ungefähr 20 Prozent entspricht. «Dies bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt in der Stadt Zürich über 300 Klassen mehr geführt werden», heisst es in einer Mitteilung des Stadtrats. Gemäss der von Immobilien Stadt Zürich (IMMO) erstellten «Teilportfoliostrategie Volksschulbauten» kann der damit verbundene zusätzliche Raumbedarf mit den geplanten Massnahmen knapp gedeckt werden. Doch die Herausforderung ist gemäss Stadtrat André Odermatt, Vorsteher des Hochbaudepartements, gross: «Wir müssen für die Volksschule – wie schon in den vergangenen 16 Jahren – nochmals rund 150'000 m2 Geschossfläche bereitstellen. Diesmal aber in der Hälfte der Zeit.» Auf dem gesamten Stadtgebiet befinden sich deshalb zahlreiche Neubau- und Erweiterungsprojekte in der Planungs- und Realisierungsphase. Alleine diesen Sommer werden drei neue Schulhäuser eröffnet: die Neubauten Schütze und Pfingstweid sowie der Ersatzneubau Schauenberg.

Allerdings nimmt auch der kurzfristige Bedarf nach Schulraum zu. Deshalb sind bis auf Weiteres die Züri-Modular-Pavillons (ZM) ein wichtiges Instrument zur Deckung des steigenden Schulraumbedarfs. Zur Bereitstellung von neuen Kindergärten und kleineren Betreuungseinheiten bleiben Anmietungen – insbesondere in Wohnsiedlungen – ein probates Mittel. Denn gerade Kindergärten können dezentral geführt werden, was zu kurzen Schulwegen für die Kindergartenkinder führt. «Die Anmietung von leerstehenden Büro- oder Gewerbeflächen wird künftig auch für Primar- und Sekundarschulen vertieft geprüft», erklärt Stadtrat Filippo Leutenegger, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements.

In der Mehrjahresplanung 2018 bis 2028 sind für Volksschulbauten Investitionen von insgesamt 1,8 Milliarden Franken eingeplant. Die Anteile für Neubauten und Erweiterungen einerseits, für Instandsetzungen andererseits halten sich dabei in etwa die Waage. Stadtrat André Odermatt unterstreicht: «Die Pflege der bestehenden Bausubstanz steht zwar nicht im Fokus der aktuellen Debatten zur Schulinfrastruktur. Wir dürfen sie aber nicht vergessen: Die Sicherung des Bestands ist für die in Zukunft notwendige Kapazität elementar.»  (pd.)

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