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12.06.2019 - 14:24 Uhr

Garagisten fordern zügigen Ausbau der Strasseninfrastruktur


Die Delegiertenversammlung in Unterägeri machte Nägel mit Köpfen. Foto: zvg.

Der motorisierte Individualverkehr wird in den nächsten 20 Jahren weiter stark zunehmen – unabhängig von veränderten Formen der Mobilität und neuen Antriebstechnologien. Vor diesem Hintergrund fordert der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) eine zügige Beseitigung der Engpässe im Nationalstrassennetz.
 
Die Prognosen des Bundes lassen wenig Raum für Interpretationen: Der motorisierte Individualverkehr soll bis 2040 um 18 Prozent zunehmen, der Güterverkehr auf der Strasse sogar um einen Drittel. «Wir sprechen hier von der Steigerung in den nächsten 20 Jahren. Das ist angesichts der Langfristigkeit von Strassenbauvorhaben eigentlich schon morgen», stellte AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli an der 42. Delegiertenversammlung des Schweizer Garagistenverbandes in Unterägeri ZG fest: «Strassenbenutzer werden also noch öfter im Stau stehen.» Der volkswirtschaftliche Schaden ist erheblich. Die Staukosten betragen schon heute jährlich gegen 1,9 Milliarden Franken. Wernli forderte, dass der nun «dringend der notwendige Ausbau der Strasseninfrastrukturen» umgesetzt und Engpässe beseitigt werden müssen.
 
Die Antriebstechnologien ändern sich, ebenso die Formen der Mobilität. Was bleibt, ist das Auto als beliebtestes Transportmittel von Herrn und Frau Schweizer. Für die rund 4000 AGVS-Garagisten sind dies gute Aussichten. Ihre Rolle wird sich verändern, aber sie werden auch in Zukunft gebraucht, um mit ihrer Kompetenz und Servicequalität das gute und sichere Funktionieren einer vernetzten Mobilität sicherzustellen.
 
«Fit für bestehende und neue Technologien»
Die Schweizer Garagisten und ihre Mitarbeitenden sind die Schnittstelle zwischen Kunde und Mobilitätsangebot. Um die anerkannt hohe Dienstleistungsqualität aufrechtzuerhalten, investiert der AGVS seit jeher in die Berufsbildung. Laufend befinden sich rund 9000 der 39'000 Mitarbeitenden in AGVS-Betrieben in der Aus- und Weiterbildung. «Wir sorgen dafür, dass unsere Mitglieder für bestehende und neue Technologien fit bleiben», sagte Wernli und spannte einen Bogen zur aktuellen Diskussion um CO2-Emissionen. «Unser Augenmerk gilt auch Massnahmen, die dazu beitragen, im bestehenden Fahrzeugpark die Energieeffizienz zu verbessern respektive den Verbrauch zu senken.» Wernli plädierte angesichts der Förderung der Elektromobilität für Offenheit gegenüber weiteren sinnvollen Alternativen wie Wasserstoff oder CNG (Erdgas/Biogas), die den CO2-Ausstoss ebenfalls markant reduzieren.
 
2018 war für das Schweizer Autogewerbe ein solides Jahr, was sich auch in einem stabilen Mitgliederbestand des AGVS ausdrückt. Auch das laufende Jahr habe sich zufriedenstellend angelassen, so Wernli: «Die Anziehungskraft für das Auto wird bleiben, auch weil es in seiner Praktikabilität unschlagbar bleibt. Egal mit welcher Antriebstechnologie es ausgestattet ist, egal ob es teilautonom oder bald selbstfahrend zur Verfügung steht. Das Auto ist so etwas wie die zweite Wohnstube und eine Wohlfühloase.»
 
Die rund 100 AGVS-Delegierten in Unterägeri wählten Barbara Germann (AGVS-Sektion Berner Oberland) einstimmig neu in den Zentralvorstand. Barbara Germann lebt in Steffisburg, ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Sie engagiert sich im AGVS stark im Bereich Berufsbildung. (pd.)

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