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14.06.2019 - 16:21 Uhr

Der erste Zoo-Direktor war ein Vogelfan

Eine von vielen Werbemassnahmen für den Zoo Zürich: Auf dem heutigen Sechseläutenplatz fand 1926 eine Indienschau statt – unter anderem mit Elefanten. Foto: Archiv Zoo ZürichElefanten sind im Zoo noch heute ein Publikumsmagnet. Foto: pw.Der erste Zoo-Direktor Hans Steiner mit einem Papagei. Foto: Archiv Zoo ZürichDer Zoo im Jahr 1933: Links das Zoo-Restaurant und der Haupteingang. Ganz oben am Waldrand befindet sich das Raubtierhaus. Foto: Archiv Zoo ZürichHätten Hans Steiner sicher gefallen: Die Allfarbloris im Zoo. Foto: pw.

Wer weiss, ob es ohne ihn den Zoo Zürich in seiner heutigen Form gäbe: Hans Steiner gilt als treibende Kraft hinter dem Projekt.

Über 1,3 Millionen Besucherinnen und Besucher kamen letztes Jahr: Der Zoo Zürich ist ein Besuchermagnet. Zu Ostern 2020 soll gar eine Savanne eröffnet werden – und damit die Giraffen nach rund 60 Jahren wieder in die Limmatstadt zurückkehren. Es ist das letzte Grossprojekt des Zoo-Direktors Alex Rübel, der nächstes Jahr in den Ruhestand geht.

Der Verein für wirtschaftshistorische Studien widmete ihm und anderen Zoo-Pionieren ein Buch. Geschrieben hat es Wirtschaftshistoriker Bernhard Ruetz. «Von der Tierschau zum Naturschutzzentrum: Der Zoo Zürich und seine Direktoren» blickt zurück und zeigt, welche innovativen Direktoren den Zoo Zürich zu einem der angesehensten Tierpärke Europas machten.

Hans Steiner, der von 1889 bis 1969 lebte, gilt als treibende Kraft hinter dem Zooprojekt. Er brachte die verschiedenen Interessen der unterschiedlichsten Gruppen von Tierfreunden unter einen Hut. «Als er mit vier Jahren an Scharlach erkrankte und wochenlang das Bett hüten musste, kaufte ihm seine Mutter zur Unterhaltung Vögel und stellte den Käfig ans Bett», schreibt Ruetz. Dies sei der Anfang von Steiners Faszination für Tiere gewesen.

Trotzdem schrieb er sich 1908 an der ETH für ein Ingenieurstudium ein. Schon 1910 wechselte er aber an die Universität Zürich: «Der lustlose Ingenieurkandidat wurde zum begeisterten Studenten der Zoologie», vermerkte Steiner in seinem Tagebuch. Er sah sich als Forscher, Tierpfleger und Züchter. Für ihn war ein Zoo eine öffentliche Kulturinstitution.

Affen auf grosser Flucht
Für den Zoo wurde heftig die Werbetrommel gerührt. Unter anderem mit einer Indienschau, die ab dem 29. April 1926 für vier Wochen auf dem Sechseläutenplatz stattfand. Gezeigt wurde ein Inderdorf mit Tieren wie Elefanten, Kamelen, Zebras und Affen. Drei Affen sind ausgebrochen und mussten wieder eingefangen werden. Einer hatte sich in ein Restaurant verirrt. Im Oktober 1928 erfolgte dann der Spatenstich. Elf Monate später konnte der Zoo Zürich eröffnet werden. Steiner wurde zum ersten Direktor gewählt.
Am Eröffnungstag im September 1929 besuchten 14 232 Personen den Zoo.

«Von der Tierschau zum Naturschutzzentrum: Der Zoo Zürich und seine Direktoren». 2011, 112 Seiten, 97 Bilder. www.pioniere.ch

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